Geld für nachhaltige Projekte

MGH beteiligt sich an „SpardaSpendenWahl 2022“ und landet auf Platz neun
VON STEFAN GEHRE

Hamm-Westen – Am Ende war es ein enges Rennen, doch es hat gereicht: Bei der „SpardaSpendenWahl 2022“ zum Thema „Heute nachhaltig für morgen handeln“ landete das Märkische Gymnasium (MGH) in der Kategorie der mittelgroßen Schulen (451 bis 850 Schüler) auf dem neunten Platz und darf sich somit über 3 500 Euro für nachhaltige Projekte freuen. Insgesamt gab es für das MGH 4 281 Stimmen. 118 Stimmen weniger hätten „nur“ zum elften Platz und damit zu 2 000 Euro gereicht.

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Nachhaltigkeit in aller Munde: Das Geld aus der "SpardaSpendenwahl 2022" möchte das Märkische Gymnasium in die nachhaltige Gestaltung des Schulhofs und weitere Begrünung investieren. (Foto: Balkan, Sparda-West)

"Die SpardaSpendenwahl 2022"

An der „SpardaSpendenWahl 2022“ haben sich 444 Schulen beteiligt. Teilnehmen konnten alle Projekte, die zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen, die soziales Bewusstsein schaffen oder sich für eine positive, gesellschaftliche Zukunft einsetzen. Pro Kategorie – unter 200 Schüler, 200 bis 450 Schüler, 451 bis 850 Schüler und mehr als 850 Schüler – wurden 100 000 Euro ausgeschüttet, gestaffelte Geldpreise gab es für die „Top 50“. Insgesamt konnten sich also 200 Schulen über einen Geldpreis freuen. Gefördert wurde der Wettbewerb vom Gewinnsparverein bei der Sparda-Bank West. Abgestimmt wurde zwischen dem 3. und 31. Mai online mittels SMS-Verifizierung. Neben dem MGH haben sich sieben weitere Schulen aus Hamm an der „SpardaSpendenWahl 2022“ beteiligt. Drei von ihnen gelang ebenfalls der Sprung unter die ersten 50 – und damit der Gewinn eines Geldpreises: Beisenkamp-Gymnasium (Platz 25, 2 000 Euro), Theodor-Heuss-Schule (Platz 30, 1 500 Euro ) und Friedrich-List-Berufskolleg (Platz 48, 1 000 Euro). Insgesamt war es bereits die 10. „SpardaSpendenWahl“. Auch 2023 wird es sie mit einem neuen Thema geben.  

Schulleiter Florian Rösner freute sich sehr über die Platzierung und die vielen Unterstützer. Bei ihnen, insbesondere aber bei der Schülervertretung (SV) und den SV-Lehrern Nina Böhnke, Theresa Bröskamp und Georg Schimmel, bedankte er sich herzlich. Gerade in den letzten Stunden hätten sie noch einmal ordentlich die Werbetrommel gerührt und um Stimmen fürs Märkische gebeten. Wichtig sei es gewesen, die Leute direkt anzusprechen, so Rösner.

Wie er betonte, spiele das Thema „Nachhaltigkeit“ an der Schule schon seit längerer Zeit eine wichtige Rolle. Schüler wie Lehrer hätten dazu mehrere Ideen gesammelt und teilweise auch schon umgesetzt. So verwies er auf die von Schülern entwickelte Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach der Schule. Intensiv beschäftigt sich das MGH auch mit dem Thema „Mülltrennung“. Umgesetzt wird es bereits in den 5. und 6. Klassen und soll jetzt auch, wie Schülersprecherin Isra Deniz sagte, in den anderen Klassen und Kursen eingeführt werden.

Ganz oben auf der Agenda steht zudem die nachhaltige Gestaltung des Schulhofs, Und dafür kann das MGH das Geld aus der „SpardaSpendenWahl 2022“ gut gebrauchen. „In enger Absprache mit den Schülerinnen und Schülern der Ganztagsmodule, die sich im Bereich der Nachhaltigkeit und der Gartengestaltung engagieren, sollen hierzu mehrere Projekte ins Leben gerufen werden“, heißt es in der Bewerbung. Konkret geht es der Schule zum einen um die Begrünung der Fahrradunterstände. Dadurch würde die Artenvielfalt auf dem Schulgelände erhöht, wodurch wiederum Lebensräume für blütenbestäubende Insekten entstehen könnten. Zusätzlich wolle man Überwinterungsmöglichkeiten für Kleinlebewesen in Form von Igelhäusern, Fledermauskästen und sonstigen Nisthilfen schaffen. Und ein „Grünes Klassenzimmer“ biete die Möglichkeit, die Verbindung von Natur und Lernen auch im regulären Unterricht zu erfahren. Dies sei ein lang gehegter Wunsch der Schülerschaft. „Schatten- und Versteckplätze für die jüngsten Mitglieder unserer Schulgemeinde könnten durch den Bau von Weidentipis entstehen“, so Rösner.
Was die Umsetzung angeht, so sind der Schulleiter und die SV-Lehrer optimistisch, dass nach den Ferien die ersten Nisthilfen angebracht werden können. Einige seien im Ganztag bereits angefertigt worden, andere sollen noch folgen. „Denn unser Schulgelände ist groß und bietet Platz für viele Nisthilfen“, so Schimmel. Von der Garten-AG der Schule seien an der einen oder anderen Stelle bereits Anpflanzungen vorgenommen worden.

Bei anderen, baulichen Projekten konnte Rösner noch keine zeitliche Prognose abgeben. Hierfür sei die Stadt zuständig. „Und wir müssen uns in die Schlange einreihen.“ Einig sind sich alle – Schüler wie Lehrer – darin, dass es noch viele Möglichkeiten für eine nachhaltige Gestaltung des Schulhofs gibt. Denkbar seien zum Beispiel Sitzmöglichkeiten mit Pflanzkübeln, so Schimmel.

Mit Blick auf die Schulhofgestaltung schwebt Rösner noch ein weiteres Projekt vor. Das ist zwar nicht nachhaltig, doch für die Schule von Bedeutung: 2024 wäre der langjährige Kunstlehrer Erich Lütgenhaus 100 Jahre alt geworden. Bis dahin soll der von ihm gestaltete Brunnen saniert und wieder in Gang gesetzt werden.

WA vom 22.06.22

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