Schülergruppe des Paderewski Lyzeums aus Kalisz zu Gast am MGH

Austausch Polen 2009Auch in diesem Schuljahr fand wieder ein Schüleraustausch zwischen dem MGH und dem 4.Lyzeum in Kalisz statt. Das Projekt wird seit mehreren Jahren mit großem Erfolg durchgeführt und ist fester Bestandteil unseres Schulprogramms. An diesem Austausch können Schülerinnen und Schüler der Stufen 10, 11 und 12 teilnehmen. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine grundsätzliche Offenheit für eine andere Kultur, sowie der Mut und das Interesse, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen. Die Schülerinnen und Schüler werden auf diesen Austausch sprachlich und inhaltlich vorbereitet, so dass sie neben der Vorfreude auf die Begegnung auch Kompetenz und Wissen mitbringen und ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern können.


Das Thema des diesjährigen Projektes lautete: „Die Sicht auf die eigene Stadt“. Folgerichtig haben sich die deutschen Teilnehmer schon im Vorfeld des Austausches sehr intensiv mit der Architekturlandschaft Hamms und der Kultur-und Sportszene ihrer Stadt auseinandergesetzt. Während ihres Besuchs im Juni in Kalisz haben sie ihre Arbeitsergebnisse in der Gastschule präsentiert und mit ihren Gastschülern diskutiert. Die polnischen Gäste kamen am Montag, dem 7. September in Hamm an. Der Begrüßung in der Schule folgte ein Empfang im Rathaus. Danach bestiegen alle Projektteilnehmer den 60m hohen Turm der Pauluskirche, der sich anschließende Gang durch die Stadt schloss den ersten Tag ab. Zur Obligatorik der Woche gehörte auch der Besuch des Glaselefanten im Maximilianpark. Über Hamm hinaus haben die Schülerinnen und Schüler Münster, die heimliche Hauptstadt Westfalens sowie Köln am Rhein besucht. Ziel des Schüleraustausches zwischen beiden Partnerstädten ist die Förderung der gelebten Partnerschaft zwischen jungen Deutschen und Polen. Es ist ein Beitrag zur gegenseitigen Achtung und Akzeptanz verbunden mit der Hoffnung, dass aus gegenseitigem Verstehen auch langfristige Freundschaften entstehen. Lange Zeit wurden internationale Kontakte zwischen Schulen in erster Linie unter dem Aspekt der Sprachverständigung gesehen. Der Europa-Gedanke fordert jedoch zunehmend dazu auf, den vom Gymnasium zu erfüllenden Auftrag „ständiger Erweiterung des Sozialhorizonts der Schülerinnen und Schüler“ auch über den Aspekt des sprachorientierten Schüleraustausches hinaus auszuweiten und bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft zu erzeugen, sich auch und in besonderer Weise mit den sozialen und politischen Bedingungen unserer europäischen Nachbarn zu befassen.