Boy´s Day 2010 am 22.04.2010

Modul I „Berufs-, Zukunfts- Lebensplanung“

22.04.2010Zunächst haben wir uns Bilder mit einigen Motiven angeschaut, auf denen ein Auto, ein Mädchen, ein Haus, eine Familie und ein Beruf dargestellt waren. So stellt man sich ein „perfektes“ Leben vor. Später haben wir dann einen Beruf ausgesucht. Wir haben uns für einen Bankkaufmann mit einem 2000 Euro-Netto-Gehalt entschieden.

Wir haben von den 2000 Euro alle Kosten für das Leben abgezogen. Am Ende blieben nur noch 400 Euro pro Monat übrig. Ein ernüchterndes Ergebnis! Nun haben wir pro Person einen Zettel mit Zukunftsvisionen bekommen. Wir sollten nun sagen, ob das zutrifft oder nicht. Nachdem wir dies erfüllt hatten, mussten wir unseren Praktikumsberuf vorstellen und sagen, ob wir ihn uns als unseren späteren Beruf vorstellen könnten. Danach haben wir einen Zettel bekommen, auf dem wir unsere Sozialkompetenzen bewerten sollten. Unser Partner sollte diese dann bewerten, ob sie stimmen oder nicht. Daraufhin schloss sich die Frage an, welche speziellen Sozialkompetenzen für unseren Beruf notwendig sind. Jetzt wurde uns die Aufgabe gestellt, ein Bewerbungsgespräch durch zu führen.

Modul II „Antiagressionstraining“

22.04.2010Zunächst haben wir einen Stuhlkreis gebildet und jeder hat sich auf seinen Stuhl gesetzt. Nun wurde uns die Aufgabe gestellt, uns dem Alphabet nach aufzustellen, aber wir durften nicht den Boden berühren, sondern mussten uns auf den Stühlen bewegen. Die Aufgabe hat ganz gut geklappt, da wir uns immer gegenseitig gesichert haben. Die Aufgabe sollte wohl dem Gemeinschaftsgefühl dienen, so dass jeder bemerkte, dass es in der Gruppe, wenn jeder jedem hilft, besser funktioniert als wenn jeder auf sich allein gestellt ist. Nun haben wir uns wieder hingesetzt und Herr Ottersbach hat 3 Karten, auf denen 100%, 50% und 0% stand, auf den Boden gelegt und dann weitere Karten geholt, auf denen so etwas wie „Jemanden vor die Füße rotzen“, „Mit 280 km/h über die Autobahn fahren“, und „Einen Boxkampf austragen“ stand. Wir sollten der Gruppe dann sagen, bei welcher Gewaltstufe (100%, 50%, 0%) wir die Karten einordnen würden. Nachdem dies geschehen ist, durften wir alle Karten noch nach belieben umlegen. Es zeigte sich, dass wir über viele Aussagen uneins waren. Nun sollten Aufgaben, bei denen wir uns bewegen mussten, folgen. Die erste dieser Aufgaben bestand darin, dass sich die Hälfte der Schüler auf eine Decke setzen mussten, und die anderen herausgeschickt wurden. Die Schüler auf der Decke mussten sich irgendwie auf der Decke halten, während die anderen Schüler wieder hereingelassen wurden, um diese irgendwie von der Decke zu bekommen, ohne diese zu betreten. Doch, wenn ein Schüler STOP sagt, weil ihm etwas weh tut, mussten alle aufhören. Es ging meiner Meinung nach ziemlich brutal zur Sache. Es hat aber trotzdem kein einziger Schüler STOP gesagt, obwohl sich einige Schüler nach dem Spiel über zu hohe Gewalt beklagten. Auf die Fragen, warum sie denn nicht STOP gesagt hätten, haben die Schüler gesagt: „Ja, es hat doch Spaß gemacht.“ Wir haben also gelernt, dass Gewalt auch Spaß machen kann. Nun folgte eine weitere Aufgabe, bei der man sich bewegen musste. Es gab 2 Schüler, die sich hingestellt haben und der Rest musste auf allen Vieren umher krabbeln. Die 2 stehenden Schüler mussten nun diese Leute auf den Rücken legen, und diese durften sich dann auch hinstellen und andere auf den Rücken legen. Auf bei diesem Spiel galt das STOP-Gebot. Doch es hat wieder kein einziger Schüler etwas gesagt. Gewalt kann Spaß machen, aber manchmal sehen wir aber die Grenzen nicht. Wir überschreiten dann die Grenze. Das war die letzte körperliche Übung. Nun haben wir uns wieder in einen Stuhlkreis gesetzt und aufgeschrieben, was wir gelernt haben und was uns fehlte. Das war es dann auch schon. Meiner Meinung nach konnte man in beiden Modulen etwas über Sozialkompetenzen lernen, wie wichtig ein gutes Vorstellungsgespräch ist und einzuschätzen wieweit Spaß geht und ab wann Gewalt anfängt. Doch es wäre besser gewesen, wenn wir etwas mehr Zeit gehabt hätten.