Die Religiöse Schulwoche am MGH

relSchuwo201421In der Woche vom 03. –06.02.2014 veranstaltete das Märkische Gymnasium für uns, alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase, die Religiöse Schulwoche. Dazu kamen BetreuerInnen an unsere Schule, die sich beruflich mit Religionen und Kulturen beschäftigen. Zuerst wurden sowohl die Schülerinnen und Schüler als auch deren Eltern zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, in der das Projekt vorgestellt wurde. Drei übergreifende Fragen standen im Mittelpunkt:

Was hoffe ich? Was liebe ich? Was glaube ich?

Anschließend teilten wir uns eigenständig in Gruppen auf, die jeweils 8-12 SchülerInnen umfassten, um auf jeden Schüler eingehen zu können. An diesen vier Tagen fielen für die Gruppen zwei Stunden des regulären Unterrichtes aus.

Viele standen dem Projekt sehr skeptisch gegenüber, da ihnen nicht gänzlich bewusst war, was sie erwartete. Wenn man den Namen „Religiöse Schulwoche" hört, dachten viele an langweilige Aufklärung über Religionen, etwas was sie schon hundertmal gehört hatten. Doch schon in der ersten Doppelstunde wurden sie vom Gegenteil überzeugt. Es ging nicht hauptsächlich um Religion, sondern darum, Themen zu besprechen, die uns SchülerInnen wichtig sind, welche allerdings in der Schule leider keinen Platz finden. Somit durften wir selbst bestimmen worüber wir reden wollten. Die GruppenleiterInnen machten uns schnell klar, dass „nichts den Raum verlassen" würde und sie nicht in Kontakt mit unseren LehrerInnen ständen. Alle Gruppen nutzten ihre Zeit unterschiedlich, je nachdem, was ihnen wichtig war. Es ging von einer Traumreise, über religiöse Spiele, bis hin zu Fragebögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung, die uns zum Nachdenken anregen sollten. Unter anderem Fragen wie: „Was möchtest du in deinem Leben erreichen?", „Womit kann man dich begeistern?", „Wovor hast du Angst?", „Welche Menschen beeinflussen dich?" oder „Was sind glückliche Erinnerungen aus deiner Vergangenheit?" Alles wichtige Fragen, für die wir in unserem normalen, stressigen Schulalltag keine Zeit haben oder die wir mit niemandem besprechen können.

Abschließend kann man sagen, dass wir alle etwas anderes erwartet haben, jedoch dann positiv überrascht wurden. Eine Schulwoche, in der die Meinungen und Gedanken der Schülerinnen und Schüler im Fokus standen und deren Ziel es war uns ein wenig Stress zu nehmen, was ihr auch gelungen ist.

Ich hoffe, dass das Team der Religiösen Schulwoche auch nächstes Jahr wiederkommt.

 Ein kommentierender Rückblick von Marie Westkämper