Vom Pakt mit dem Teufel: Charles Gounods Oper „Faust“

Opernbesuch des Grundkurses Musik (Q2), Städtische Bühnen Münster

021216Seit Anfang der Q2 haben wir uns im Musikunterricht bei Frau Hesemann mit Sinn-Fragen und deren musikalisch-künstlerischem Ausdruck beschäftigt. Die derzeit an den Städtischen Bühnen Münster laufende Inszenierung der Oper „Faust" von Charles Gounod deckte sich mit einigen Aspekten unserer Unterrichtsreihe. So entschieden wir nach einer Zeit der inhaltlichen Vorbereitung (Wie gehe ich in die Oper? Aus welchen Elementen besteht die Oper? Inwiefern unterscheidet sich die Oper vom Drama Goethes?) die Vorstellung am 02.12. mit dem Grundkurs Musik zu besuchen.

Nach Ankunft am Hauptbahnhof in Münster erkundeten wir zunächst die Stadt und den Weihnachtsmarkt. Die Aufführung begann um 19:30 und endete um 22.30, zwischen dem zweiten und dritten Akt gab es eine Pause von ca. 20 Minuten.

In Goethes Faust-Drama wird der alte Gelehrte Faust als eine Figur beschrieben, die nach Wissen strebt. Sein Gegenspieler Méphistophélès versucht Faust zum Luststreben zu verleiten. Nachdem der verjüngte Faust auf Gretchen (Margarete) trifft, verliebt er sich in sie. Die Liebe der beiden führt zum Tod von Gretchens Familie. Ihre Mutter, ihr Bruder und ihr gemeinsamer Sohn sterben. Am Ende stirbt auch Gretchen aufgrund des Mordes, den sie an ihrem eigenen Kind begangen hatte.

Gounods Oper, nach dem Libretto von Jules Barbier und Michel Carré komponiert, ähnelt an vielen Stellen Goethes „Faust". Einige Passagen sind aus dem Drama entnommen. In der Münsteraner Inszenierung wurde die eigentlich fünfaktige Handlung auf drei Akte gekürzt. Gounods Werk bezieht sich mehr auf die Aspekte Sehnsucht, Gier nach Leben, Jugendlichkeit und Liebeserfüllung. Das überzeugende Zusammenspiel der Musikerinnen und Musiker (Orchester und Gesang) gab dem Stück in seiner Gesamtwirkung etwas Magisches.

Viele von uns waren zum ersten Mal in der Oper und haben mit Gounods „Faust" einen ersten Einblick in diese Form des Musiktheaters erhalten. Zwar ist das Libretto der gesamten Oper auf Französisch verfasst, die deutschen Untertitel allerdings ermöglichten es, jede Arie inhaltlich mit zu verfolgen und zu verstehen.

Insgesamt war der Opernbesuch ein gelungener Abend und ein einmaliges Erlebnis!

Ana-Isabel Lopes Coelho (Q2)