FUgE-Besuch des Fairtrade-Moduls

120317a01In unserem Fairtrade-Modul haben wir zum Thema Schokoladenherstellung gearbeitet. Dazu gehört auch Kinderarbeit und wie wir sie verhindern könnten. Es gibt viele Schokoladen- und Kakaofirmen, die Kinderarbeit einsetzen. Die Kinder müssen unter harten Bedingungen arbeiten, z.B. bei Hitze und mit Pestiziden, die krank machen. Die Kinder müssen mit scharfen Macheten arbeiten, mit denen sie sich sehr schwer verletzen können und viele Kinder leiden unter Rückenschmerzen, weil sie Säcke, die bis zu 50 Kilogramm wiegen, tragen müssen. Die meisten Kinder müssen ihren Familien bei der Plantagenarbeit helfen, es gibt aber auch Kindersklaven, die von Menschenhändlern gekidnappt und verkauft werden. (Finn und Lance).

Am 18.01.2017 besuchten wir mit dem Modul den FugE-Laden in Hamm, dort kann man nur fair gehandelte Produkte kaufen. FUgE steht für „Forum für Umwelt und gerechte Entwicklung". Zu kaufen gibt es Lebensmittel, Dekoration, Musikinstrumente, Handtaschen und andere handgemachte Produkte. Bei unserem Besuch haben wir dort mit drei Mitarbeiterinnen verschiedene Sachen gemacht, um den fairen Handel besser kennenzulernen. Diese arbeiten dort ehrenamtlich, das bedeutet, dass sie kein Geld dafür bekommen. (Eren und Lucas)

Zu Anfang spielten wir das Weltverteilungsspiel.120317a02
Unsere Gruppe wurde den fünf Kontinenten zugeteilt, entsprechend der wirklichen Bevölkerungsanzahl: In Europa waren zwei Personen, in Nordamerika war eine Person, in Latein- und Mittelamerika waren jeweils zwei Personen, in Asien waren zwölf Personen und in Afrika waren drei Personen. Dann wurde Schokolade an die Kontinente verteilt, dies entsprach dem Bruttosozialprodukt, also was auf den Kontinenten erwirtschaftet wird. Wir haben festgestellt, dass die Zuteilung der Schokoladenstückchen für die Menschen unfair war, denn die Kontinente, die reich sind, bekommen mehr Schokolade als die armen Kontinente. Es ist ungerecht verteilt, aber eigentlich könnte es fair verteilt werden, zum Beispiel, indem alle Schokoladenstückchen fair auf alle Menschen verteilt werden (Manal, Elisabeth und Alia)

Nach dem Weltverteilungsspiel haben wir eine Spiele-Rallye mit fünf Stationen zu fairem Handel gemacht:
In der ersten Station (Arbeitsplatz fair und unfair) ging es um zwei Jungs von den Philippinen, Elmer und Lino, die über ihr Leben erzählten. Wir mussten vergleichen, was fair und was unfair war. Z.B. ist es unfair, dass Elmer nicht zur Schule gehen kann, weil er seinen Eltern bei der Ernte von Reis helfen muss. Lino dagegen darf zur Schule gehen. In der zweiten Station (Ein Produkt aus dem Weltladen) ging es um ein Produkt, das uns besonders gut gefällt und wir uns dementsprechend aussuchen durften um sechs Fragen dazu zu beantworten, wie z.B. woher weiß man, dass es aus fairem Handel ist. Man erkennt es an dem Siegel wie El Puente, Gepa oder Fairtrade. Uns hat eine Kette und ein Armband aus Karneol- und Messingperlen gut gefallen, und dass es in dem Laden soviel Schokolade gibt.

120317a03 In der dritten Station (Tour de Fair) spielten wir ein Brettspiel, wo man z. B. eine Karte mit einer Frage beantworten musste oder Informationen zum fairen Handel erhielt. In der vierten Station (Kinderarbeit „Tüten füllen") war es wie in einer Fabrik. Dort musste man jeweils 20 Erbsen oder Bohnen in eine Tüte füllen, aber man musste schnell viele Tüten füllen. Danach konnten wir nachgucken, was wir „verdient" hätten: nach einem ganzen Tag hätten wir nur einen Liter Milch kaufen können! In der fünften Station (Regeln des fairen Handels) hatte man drei Karten, die man Bildern zuordnen musste. Wir sollten uns auf die fünf Regeln einigen, die die Gruppe am wichtigsten findet für fairen Handel. (Humreen und Joelina)

 

120317a04Zum Schluss unseres Besuchs haben wir ein Ratespiel gemacht, bei dem wir erraten mussten, in welchen Produkten wohl Kinderarbeit steckt. In fair gehandelten Produkten darf keine Kinderarbeit stecken, weil Kinder das Recht auf Bildung und Freizeit haben und keine schwere Arbeit verrichten dürfen. Leider ist in vielen Produkten Kinderarbeit enthalten (z. B. in Handys, Pflastersteinen, Blumen, Schokolade), aber viele Leute wissen das nicht. Es gibt verschiedene Siegel, also Zeichen, an denen man erkennt, dass keine Kinderarbeit im Produkt enthalten ist. Im FUgE- Laden gab es folgende Siegel: El Puente, Fairtrade und GEPA. Was wir nicht wussten war, dass in Handys Kinderarbeit ist, denn Kinder werden in Minen geschickt, um dort die Edelmetalle, die für die Handys benötigt werden, abzubauen.
(Miran und Kerem)