Frankreichaustausch mit dem Campus de Coulommiers

Besuch der Franzosen unserer Partnerschule in Hamm

260218aNur wenige Wochen nach der offiziellen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zwischen dem Märkischen Gymnasium und dem Campus de Coulommiers in Coulommiers, Frankreich, besuchten vom 8. bis 15. Februar 2018 17 französische Schülerinnen und Schüler unter der Aufsicht ihrer Professoren Cécile Arriailh und M´bor Dienna unser Gymnasium.

In der Zeit vom 8. bis zum 15. Februar lebten die französischen Austauschschüler in deutschen Gastfamilien, die sie am Tag ihrer Ankunft mit offenen Armen empfingen.

Neben gemeinsamen Aktivitäten, die sich über die Woche des Austausches verteilten, gehörte auch ein Empfang im städtischen Rathaus durch zwei der Bürgermeisterinnen Hamms, Frau Ulrike Wäsche und Frau Monika Simshäuser zum Programm.

Durch den besonderen Umstand der Eröffnung des Karnevals zur Zeit unseres Austausches, bot sich natürlich ein Besuch der Karnevalshochburg Köln, oder der eines Umzuges an, um den französischen Korrespondenten die deutsche Karnevalskultur zu zeigen und natürlich auch näher zu bringen. In Frankreich ist der Karneval und die damit zusammenhängende Begeisterung nämlich nicht sehr stark ausgeprägt, wie zum Beispiel hier in Deutschland, was man schnell an den überwältigten Reaktionen der französischen Schüler auf die bunt geschmückten Festwagen bemerken konnte.

Neben der Darlegung der deutschen Karnevalskultur, war die Geschichte und damit verbundene Industriekultur des Ruhrgebietes ein weiterer wichtiger Punkt des Austausches.

Am 13. Februar machte die Gruppe aus französischen und deutschen Schülerinnen und Schülern nämlich zusammen mit den beiden französischen Professoren und dem Hauptorganisator und Lehrer auf deutscher Seite, Christoph Eckernkemper, begleitet von Sabine Ahillen, einer Französischlehrerin des Märkischen Gymnasiums, einen Tagesausflug zur Zeche Zollverein in Essen, angeschlossen von einem Besuch der Veltins-Arena in Gelsenkirchen, da auch der Fußball ein unverzichtbarer Teil des deutschen Alltags ist und aus dem Gesamtbild Deutschlands nicht mehr weg zu denken wäre.
Im Laufe des Austausches wurden Unterschiede zwischen der deutschen und französischen Lebensweise zwar schnell deutlich, doch die Entstehung von langen Freundschaften und einer Selbstverständlichkeit des Zusammenlebens wurde davon in keinem Falle beeinflusst, da die französischen Austauschschüler schneller als man es für möglich gehalten hätte, zu einem unverzichtbaren und unmissverständlichen Teil unserer Leben geworden sind.
Dies konnte man besonders am Tag der Abreise unserer französischen Freunde erkennen, die im Laufe der gemeinsamen Zeit liebevoll „Franzacken" getauft wurden. Der vorübergehende Abschied war tränenreich, jedoch auch voller Vorfreude auf das Wiedersehen im November, wenn es an den deutschen Schülern sein wird, den Alltag in unserem Nachbarland kennenzulernen und neue, unvergessliche Erfahrungen zu sammeln, um die deutsch-französische Freundschaft zu stärken und im Sinne des Élysée-Vertrages zu bewahren.

(Lara Theissel, EF)

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