Millionen-Projekt

FESTLICHES Richtfest für den Erweiterungsbau des Märkischen Gymnasiums. Oberbürgermeister kündigt Sanierung der Friedrich-Ebert-Realschule an

22.09.01Merle Brendel (vorne) und Viola Spindler begeisterten beim Richtfest für den Erweiterungsbau des Märkischen Gymnasiums. • Foto: Brackelmann

HAMM-WESTEN • Der Himmel weinte gestern Mittag ein paar Tränen. Doch für das Märkische Gymnasium waren es Freudentränen, denn nur fünf Monate nach der Grundsteinlegung fand das Richtfest für den Erweiterungsbau der Stadtteilschule für den Hammer Westen statt. Für 11,4 Millionen Mark (5,828 Millionen Euro) werden hier zurzeit 37 neue Räume errichtet, die zum Schuljahrsbeginn 2002/2003 bezogen werden sollen. Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald, der zum Richtfest zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie benachbarte Kirchen, Schulen und Vereine begrüßte, erinnerte in seiner Rede an das Jahr 1929. Damals habe das Märkische Gymnasium einen 383000 Reichsmark teuren Erweiterungsbau an der Hohen Straße beziehen können.

„Leider wurde dieser Bau bereits nach 14 Jahren wieder zerstört", so der Schulleiter. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann bezeichnete den Neubau des MGH an der Wilhelm-Liebknecht-Straße als „modernes Gebäude mit farblichen Akzenten". Es werde zunächst vom Gymnasium und der benachbarten Friedrich-Ebert-Realschule gemeinsam genutzt. „Aufgrund der rückläufigen Schülerzahlen müssen wir sehen, ob der 2. Bauabschnitt, die Erweiterung der Friedrich-Ebert-Realschule, überhaupt noch benötigt wird", so der OB. Gleichzeitig kündigte er aber an, dass man im kommenden Jahr mit der dringend erforderlichen Sanierung der Realschule beginnen werde. Gelder seien vorhanden. Ferner werde man Maßnahmen gegen den Vandalismus im Bereich des Schulzentrums West ergreifen. Weitere Grußworte überbrachten Willi Sosna, Vorsitzender des Schulausschusses, sowie Pelkums Bezirksvorsteher Udo Schulte. Schülersprecherin Martina Neugebauer schließlich wünschte dem Erweiterungsbau Gottes Segen. Das Richtfest im Schatten des Neubaus wurde übrigens zu einem musikalischen Leckerbissen der ganz besonderen Art. Zu dem Klassiker „One moment in time" sangen und tanzten sich Merle Brendel und Viola Spindler in die Herzen der Zuschauer. Für die Choreografie zeichnete sich Dr. Hans-Jürgen Zacher verantwortlich. Ferner waren das Blechbläserensemble unter der Leitung von Rüdiger Klatt sowie ein Gesangquartett unter Leitung von Anna Wiegers im Einsatz. • stg

WA vom 22.09.2001