Schatten für das Märkische

BAUPROJEKT Neuer Sonnenschutz für 95 000 Euro soll an der Ostfassade angebracht werden. Selbstlernzentrum für 22000 Euro geplant

12.11.02Die Ostfassade des Märkischen Gymnasiums soll jetzt einen Sonnenschutz erhalten. Foto: Rother

HAMM-WESTEN • Das Märkische Gymnasium soll weiter aufpoliert werden. Ein Sonnenschutz an den Fenstern soll die Schulstunden im Sommer angenehmer machen, ein Selbstlernzentrum soll den naturwissenschaftlichen Bereich stärken. Die Pläne für die Baumaßnahmen beschloss neben der Bezirksvertretung Pelkum jetzt auch der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt. Der Bauarbeiten der Anlagen, die sich auf etwa 95 000 Euro für den Sonnenschutz und 22 000 Euro für das Lernzentrum belaufen, sollen im Frühjahr beginnen. Der Sonnenschutz ist notwendig geworden, weil die Temperaturen in den Räumen an der Ostfassade des Altbaus vor allem in den Sommermonaten tropische Hitzegrade erreichen.

„Eine katastrophale Situation", nennt Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald die derzeitige Lage an der Süd-Ost Seite des Gymnasiums. Abhilfe soll ein Sonnenschutz aus Stoff bringen, der an Aluminiumrohren an der Mauer angebracht wird. Positiver Nebeneffekt der Blenden soll eine farbliche Auflockerung des grauen Gebäudes sein. Der Schutz, so erklärte ein Stadtsprecher, soll möglichst in den Osterferien angebracht werden. Das naturwissenschaftliche Lernzentrum ist im Altbau geplant. Es soll die herkömmlichen Physikräume ergänzen und darüber hinaus auch für den Biologie- und Chemieunterricht sowie für Arbeitsgemeinschaften zur Verfügung stehen. Die Umgestaltung des Bereichs ist wegen der Nutzung des Neubaus durch die Friedrich-Ebert-Realschule notwendig. An acht Selbstlernplätzen sollen die Oberstufenschüler des Märkischen Gymnasiums die Möglichkeit haben, nach modernsten pädagogischen Zielen zu experimentieren. „Die Jugendlichen können eigenständig kleine Forschungsaufträge umsetzen, zum Beispiel physikalische Vorgänge überprüfen", schwärmt Sennewald von dem Zentrum. Mit diesem Konzept habe das Zentrum „.Pilotcharakter". Jeder Arbeitsplatz verfüge über einen Computer mit Internetanschluss, so dass die Bereiche Naturwissenschaft und Informatik miteinander verbunden werden, zum Beispiel bei den Elektronikversuchen. Das Lernzentrum soll im Frühjahr eingerichtet werden. • anki

WA vom 11.12.2002