Dem Islam auf der Spur

BILDUNG Eine Ausstellung im Märkischen Gymnasium informierte über das Verhältnis zum Christentum

17.07.02Zahlreiche Klassen des Märkischen Gymnasiums besuchten in den vergangenen Tagen die Ausstellung „Halbmond kontra Kreuz". • Foto: Gehre

HAMM-WESTEN • Kristin Eisen unterrichtet am Märkischen Gymnasium evangelische Religion. Mit einer 11. Klasse von Dr. Hans-Jürgen Zacher hat sich die Referendarin in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Thema „Islam" befasst und hierzu eine Ausstellung in die Stadtteilschule für den Hammer Westen geholt.„Halbmond kontra Kreuz" lautet der Titel der Wanderausstellung, die einige Schüler des Friedrich-Spee-Gymnasiums aus Ruthen zusammengetragen haben. „Neben meinen Schülern haben auch einige andere Klassen die Ausstellung besucht", freute sich die Referendarin über die Resonanz auf das, was bis gestern in einem Klassenraum zu sehen war.

Auch Ibrahim Baysan von der Regionalen Arbeitsstelle habe sie besucht. Die Wanderausstellung gliedert sich in sechs Stationen. Sie informiert unter anderem über Elemente des muslimischen Glaubens, die Rolle der Frau im Islam, die Kreuzzüge sowie über den Nahost-Konflikt und den heiligen Krieg. Prunkstück ist jedoch ein Ritual-Koran. „Er darf nur mit gewaschenen Händen angefasst werden", so die Pädagogin. Erklärt wird auch die Bedeutung des Gebetkäppchens für den Mann und des Kopftuchs für die- Frau. „Bezüglich des Islams gibt es bei uns Christen viele Missverständnisse. Und die sollten mit Hilfe der Ausstellung ausgeräumt werden", erläutert die Referendarin den Hintergrund der Aktion. • stg

WA vom 17.07.2002