Pisa-Schock und die Opfer von Erfurt

FESTLICH Auf der Entlassungsfeier des Märkischen Gymnasiums wurden auch nachdenkliche Töne angeschlagen. Abiturienten erhielten ihre Abschlusszeugnisse. 

abitur200288 Abiturienten des Märkischen Gymnasiums wurden gestern entlassen. • Foto: Zimmermann

HAMM-WESTEN • Es war kurz vor halb zwei, als sich gestern in der Aula der Friedrich-Ebert-Realschule eine leichte Unruhe breit machte. Mit dem Ziel, pünktlich zum Anpfiff des WM-Viertelfinalspiels Deutschland gegen die USA fertig zu sein, hatte Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald um 11.45 Uhr die Entlassungsfeier' des Märkischen Gymnasiums eröffnet. Doch die Veranstaltung zog sich bis kurz nach zwei hin. Und so konnten die meisten Festgäste erst zur 2. Halbzeit in den „Genuss" der Völler-Truppe kommen. Die meisten der 88 Abiturienten störte dies allerdings wenig, denn schließlich war gestern ihr Tag. Freudestrahlend nahmen sie ihre Abschlusszeugnisse in Empfang, darunter zehn Abiturienten mit einer „l" vorm Komma.

Besonders stolz dürfte die Stufenbeste, Kristin Krömker, gewesen sein. Ihr Notendurchschnitt lag bei 1,1. Für besondere Leistungen im schulischen, musikalischen oder sozialen Bereich wurden ferner Torsten Bröckerhoff, Björn und Sven Edsen, Nina Hamsen, Martina Neugebau-er, Andrea Osthaus, Jana Scheffler, Jana Simone Scheffler und Vignaraj Shanmugarajah geehrt. Schulleiter Sennewald befasste sich in seiner Festansprache ausführlich mit der Pisa-Studie. Natürlich müssten jetzt die Probleme analysiert sowie Strategien entwickelt und umgesetzt werden. "Doch mit dem Erfolg der Abiturienten hat Pisa nichts zu tun. Wir alle können stolz auf das sein, was sie geleistet haben." Schuldezernent Dr. Karl Faulenbach stieß ins gleiche Horn. Er versäumte es aber auch nicht, die „gute Arbeit" der Stadtteilschule für den Hammer Westen zu loben. Als Beispiele nannte er die Integration ausländischer Schüler, die Jahresgaben von bekannten Künstlern, die Bereicherung des kulturellen Lebens sowie die europäischen Kontakte. Bezirksvorsteher Udo Schulte forderte die Abiturienten auf, Verantwortung zu übernehmen. Petra Degelmann als Vertreterin der Eltern ließ die vergangenen neun Jahre ebenso Revue passieren wie die beiden Jahrgangsstufenleiter Christel Hellenkamp und Werner Großecappenberg die Oberstufenzeit. Während sie auf humorvolle Art und Weise zurückblickten, schlugen Martina Neugebauer und Vignaraj Shanmugarajah als Stufensprecher nachdenkliche Töne an. Sie erinnerten an einen verstorbenen Mitschüler und an die Opfer von Erfurt. Am Ende bedankten sie sich bei denen, die sie in all den Jahren begleitet hätten.

Entlassen wurden: Jan Albrecht, Jan Altberg, Moha-med Astitouh, Sebastian Bauke, Yassin Belarbi, Timö Berndt, Nicoline Bobeth, Torsten Bröckerhoff, Kirsten Brunckhorst, Robert Brüning-hoff, Matthias Budde, Caroline Bus, Steven Degelmann, Marc-Oliver Deinert, Jennifer Drath, Barbara Drees, Björn Edsen, Sven Edsen, Kirsten Eichler, Janusz Erlei, Kevin Franke, Anna Gabryjelski, Marek Gimzewski, Stefan Göppert, Ines Gruszka, Nina Hamsen, Ulrike Hegel, Till Hellenkamp, Michael Jagod-zinski, Anna Jaworski, Kai Jonas, Andre Kampmann, Cafer Karaaslan, Durdu Kara-cetin, Michaela Kaul, Nadine Khayat, Cha-Hwan Kim, Chantal Kimminus, Christian Klotz, Michael Könnecke, Sabine Krämer, Sarina Krause, Karla Kreutzkamp, Kristin Krömker, Christof Lang, Mi-chele Laser, Angela Lausecker, Katharina Lehmann, Marius Littschwager, Patricia Lucyk, Annette Matuschek, Stefan Maywald, Gunnar Meyer, Lena Milk, Mareicke Nentwich, Martina Neugebauer, Nina Mareike Neuhaus, Bastian Neumann, Roland Niedworok, Andrea Osthaus, Agnes Piernikarczyk, Hanna Pledt, Jana Preuß, Sebastian Pukaß, Markus Rei-mann, Claudia Reining, Ra-doslaw Romanowski, Sabrina Rübenacke, Michael Rzepis-ko, Jana Scheffler, Jana Simone Scheffler, Claudia Schlüter, Pascal Schnabel, Annika Schneider, Dennis Schuberth, Maraike Schulz, Mouhamed Sfar, Vignaraj Shanmugarajah, Sonja Stichtmann, Maike Sudhaus, ClaudiQ Süllwold, Ewa-Roksana Szczürek, Me-lanie Tjardes, Özlem Tokyay, Stefan Vorderstraße, Güzin Yazicioglu, Salih Yüksek und Mona Zeman. • sta

WA vom 14.06.2002