Betreuung am Nachmittag

BILDUNG Am Märkischen Gymnasium ist das Projekt „Schüler helfen Schülern" angelaufen. Förderverein möchte das Angebot ausweiten

12.07.03Schüler helfen Schülern" heißt es seit März am Märkischen Gymnasium. Ins Leben gerufen wurde das Projekt vom gleichnamigen Förderverein. • Foto: Mroß

HAMM-WESTEN • Der Start war viel versprechend: Am Märkischen Gymnasium nehmen zurzeit knapp 40 Schüler der 5. und 6. Klassen am Projekt „Schüler helfen Schülern" teil. „Seit März ist kaum jemand abgesprungen", freute sich Reinhild Arndt, die zusammen mit, ihrer Kollegin Annette Tillmanns und dem im März gegründeten Förderverein das Projekt betreut. Zwar liefe noch nicht alles rund, doch die Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrern seien weitestgehend positiv.

„Und so wird es auch im kommenden Schuljahr ein Angebot zur Nachmittagsbetreuung am MGH geben", erklärten die Pädagoginnen. Begleitet wird das Angebot vom Förderverein, der vor allem für die finanzielle Abwicklung zuständig ist. Die knapp 40 Schüler - eingeteilt sind sie in acht Lerngruppen - werden zwei Mal in der Woche nachmittags für jeweils zwei Schulstunden von Schülern der 10. und 11. Klassen betreut. Pro Tag müssen die einzelnen Schüler zwei Euro für die Betreuung zahlen. Schwerpunkte sind die Bereiche Hausaufgabenbetreuung sowie Nachhilfeunterricht. Insgesamt stehen hierfür 18 Schüler zur Verfügung. „Jedoch haben sich wesentlich mehr Schüler dafür interessiert. Einige Oberstufenschüler konnten aber nicht berücksichtigt werden, da sie dienstags und donnerstags Nachmittagsunterricht haben und so für eine Betreuung nicht in Frage kommen", erklärte Reinhild Arndt. Überhaupt sei es nicht einfach gewesen, die verschiedenen Angebote in der Schule und die Nachmittagsbetreuung unter einen Hut zu bekommen, nannte sie eine der anfänglichen Schwierigkeiten. Zwei von denen, die jedoch Zeit und vor allem Lust haben, sind Sebastian und Leo-nie aus der Jahrgangsstufe 10. „Uns macht das hier viel Spaß. Wir haben sehr lebhafte Gruppen", erzählt Sebastian. Er sei von seiner Lateinlehrerin gefragt worden, ob er nicht Interesse habe, nachmittags einige Unterstufenschüler zu betreuen. Wichtig, sei ihm aber nicht nur die Hausaufgabenhilfe oder die Förderung einzelner Schüler. Am Ende seiner Stunde werde auf spielerische Weise Wissen vermittelt, so zum Beispiel mit Hilfe einer Vokabelkette oder Quizfragen zum Allgemeinwissen. Mit Blick auf das neue Schuljahr soll allen Schülern der jetzigen 5. und 6. Klassen eine Nachmittagsbetreuung angeboten werden. „Und nach einer Eingewöhnungsphase wollen wir auch die neuen Sextaner ansprechen", sagte Reinhild Arndt. Als Förderverein werde man sich daher beim Begrüßungstag sowie auf den Pflegschaftssitzungen vorstellen. • stg

WA vom 12.07.2003