Bau mit „Weitblick"

FESTLICH Der 5,8 Millionen Euro teure Erweiterungsbau des Märkischen Gymnasiums wurde offiziell übergeben

15.02.03.aZahlreiche Gäste tummelten sich anlässlich der Übergabe des MGH-Erweiterungsbaus im Foyer der Stadtteilschule für den Hammer Westen. • Foto: Rüsche

HAMM-WESTEN • Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann, die Mitarbeiter der Schul- und der Bauverwaltung sowie die Politiker aus dem Rat und den Bezirksvertretungen Herringen und Pelkum hatten gut lachen: Anlässlich der offiziellen Übergabe des Erweiterungsbaus des Märkischen Gymnasiums, dessen Räume auch von der Friedrich-Ebert-Realschule genutzt werden, wurden sie mit Lob geradezu überschüttet. Schüler, Lehrer und Eltern bedankten sich wiederholt für, den rund 5,8 Millionen Euro teuren Anbau. Ein dickes Lob an die Adresse Hamms schickte auch der Leitende Regierungsschuldirektor, Dieter Pilgrim. Das Engagement der Stadt Hamm in Sachen Schule sei weit überdurch-schnittlich, brachte er es im Foyer der Stadtteilschule für den Hammer Westen auf den Punkt und sprach damit nicht nur dem Leiter des MGH, Dr. Hans-Michael Sennewald, aus der Seele. Dieser ließ in seiner Begrüßung zunächst die Geschichte seiner Schule Revue passieren. Den Anbau wertete er als „klares Zeichen für die Bedeutung der Bildung der jungen Leute". „Das Projekt wurde mit Weitblick beschlossen und mit Augenmaß umgesetzt", erklärte er. Auch die umfang-reichen Sanierungsmaßnahmen an anderen Hammer Schulen seien kein Luxus, sondern unverzichtbare Ausstattungen.

Diesen Gedanken griff Hunsteger-Petermann gerne auf. Die Schulpolitik sei von zentraler Bedeutung, erklärte er und belegte dies anhand einiger Zahlen. Für.die Sanierung von Schulen seien im Haushalt 2003/04 rund 21 Millio- nen Euro eingestellt worden. „Allein in die Friedrich-Ebert-Realschule fließen in den kommenden beiden Jahren rund vier Millionen Euro", berichtete er. Mit diesem Geld werde auch in die Zukunft der Stadt investiert. Allerdings sei das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht. „Wir müssen und werden auch weiterhin in unsere Schulen investieren." Als Beispiele nannte der OB die Beseitigung aller Pavillons sowie die Schaffung weiterer Fachräume. Dieter Pilgrim als Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg wünschte dem Märkischen Gymnasium und der Friedrich-Ebert-Realschule eine „gute Nachbarschaft", während sich Bezirksvorsteher Udo Schulte bei denen bedankte, die den Bau überhaupt erst möglich gemacht hätten. Ins "gleiche Hörn stießen die Eltern- und Schülervertreter der beiden Schulen. Während Sven Pieninck erklärte, dass durch den Anbau die Möglichkeiten des praktiscchen Arbeitens verbessert worden seien, kam Viola Spindler noch einmal auf die Pavillons zu sprechen. Sie seien von den Realschülern auch gerne als „Baracken" bezeichnet worden. Für die Jahrgangsstufe 12 des Märkischen ergriff Wiebke Guder das Wort. Im Namen ihrer Stufe überreichte sie dem Schulleiter einen Wacholderstrauch und dem Oberbürgermeister als Dankeschön einen Wacholderschnaps. Schließlich trat die Leiterin der Realschule, Dr. Marianne Bienhold, ans Mikrofon und stellte die Gemeinsamkeiten der beiden Schulen heraus. Der Festakt wurde von Darbietungen der Schüler beider Schulen umrahmt. Ob die Hip-Hop-Dancers der Realschule, die Chöre beider Schulen, Mittelstufenschüler des MGH oder der Leistungskursus Sport - sie alle ernteten kräftigen Applaus. • stg

WA vom 15.02.2003