Menschen und Landschaften in Israel

BILDUNG Die Künstlerin Elinor Rotem stellt im Märkischen Gymnasium rund 50 Bilder aus. Christlich-jüdischer Dialog mit dem Publizisten Günter Bernd Ginzel

23.03.03.bElinor Rotem erläuterte dem Kunsterzieher Bernhard Kaup ihre Werke. • Foto: Brackelmann

HAMM-WESTEN • Das Märkische Gymnasium engagiert sich auch in diesem Jahr wieder im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit". So wird heute um 17 Uhr in der Märkischen Galerie eine Ausstellung mit der israelischen Künstlerin Elinor Rotem eröffnet. Sie zeigt rund 50 Radierungen, Ölbilder und Aquarelle zum Thema „Landschaften aus dem Norden Israels". Die Ausstellung kann bis zum 11. April, jeweils montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr, besichtigt werden. Im Vorfeld der Ausstellung wird die 50-Jährige einen Kunstkursus der Jahrgangsstufe 11 besuchen und ihn über israelische Kunst informieren. „Für meine Schüler ist es sehr interessant, mit einer Künstlerin in Kontakt zu kommen", freut sich Kunsterzieher Bernhard Kaup schon auf die Begegnung. Aber auch Elinor Rotem ist „sehr gespannt darauf" zu sehen, wie an einer deutschen Schule Kunst unterrichet wird.

„Außerdem möchte ich mein Heimatland, seine Landschaften und seine Menschen vorstellen", erzählt die Künstlerin, mit der am 22. und 23. März, jeweils von 11 bis 15 Uhr, ein VHS-Workshop stattfindet. Zudem konnte das Märkische Gymnasium sie für die Abitur-Jahresgabe 2003 gewinnen. Die ersten Kontakte zum Märkischen knüpfte Elinor Rotem bereits 1992. Damals weilte eine kleine Gruppe von Lehrern des MGH in Israel, um einen Schüleraustausch vorzubereiten. Die Gruppe wurde unter anderem von Elinor Rotem betreut. Obwohl der Austausch nie zustande kam, hielt sie Kontakt zu der inzwischen pensionierten Hammer Lehrerin Elisabeth Ükermann. Ebenfalls im Rahmen der „Woche der Brüderlichkeit" stattete auch der jüdische Publizist Günter Bernd Ginzel dem Märkischen Gymnasium einen Besuch ab. Am jüdischchristlichen Dialog nahmen über 30 Oberstufenschüler teil. Themen wie Antisemitismus und Rechtsradikalismus kamen dabei zur Sprache. Lehrer Dr. Hans-Jürgen Zacher: „Die Schüler wurden ermuntert, das Thema selbstständig anzunehmen." • stg

WA vom 23.03.2003