Überzeugende Argumente

BILDUNG Beim Schulverbundwettbewerb „Jugend debattiert" qualifizierten sich zwei Schüler des Märkischen Gymnasiums für den Landesentscheid 

10.02.2004

Stolz präsentieren die Finalteilnehmer des Schulverbundwettbewerbs „Jugend debattiert" ihre Urkunden. Foto: Brackelmann

HAMM-WESTEN ■ „Sollen alle Läden sonntags öffnen dürfen?" Diese viel diskutierte Frage sorgte auch in der Parkschule für Gesprächsstoff. Dort fand das Finale des Schulverbundwettbewerbs „Jugend debattiert" statt, aus dem Lars Büttner (10d) und Tillmann Grüneberg (10b) vom Märkischen Gymnasium als Sieger hervorgingen.

Sie qualifizierten sich damit nicht nur für den Landesentscheid in Köln, sondern dürfen auch an einem Profitraining teilnehmen. Knapp geschlagen wurden im Finale Svenja Paul (Märkisches. Gymnasium) sowie Patricia Pokorny (Parkschule) . Aber auch für die beiden Schülerinnen war die Finalteilnahme ein großer Erfolg. Um nämlich überhaupt den Sprung unter die letzten vier zu schaffen, mussten sie einige Hürden meistern. So wurden zunächst in der Parkschule, in der Laurentiusschule Erwitte sowie im Märkischen Gymnasium die Klassen- beziehungsweise die Schulsieger ermittelt. Weit über 200 Schüler nahmen an dem Vorentscheid teil, von denen sich 16 für den Schulverbundwettbewerb (jeweils sechs Schüler vom Märkischen Gymnasium und von der Parkschule sowie vier aus Erwitte) qualifizierten. Hier wurden sie dann in vier Gruppen aufgeteilt, von denen die vier Punktbesten den Sprung ins Finale schafften. Zunächst wurde über die Fragen „Soll die Schule gutes Benehmen unterrichten?" und „Sollen Schulschwänzer von der Polizei aufgegriffen und der Schule zugeführt werden?" diskutiert. Eine kritische Jury verfolgte, die Debatten und verteilte fleißig Punkte. Sie setzte sich zusammen aus geschulten Lehrern, einem Vertreter der federführenden Hertie-Stiftung sowie aus Vanessa Johannpeter, die im vorigen Jahr den Sprung ins Bundesfinale geschafft hatte. Bewertet wurden die Aussagen der Schüler nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft. Auch wenn für die Parkschule in diesem Jahr recht früh Endstation war: Für Ulrike Kieserling und ihre Kollegen von der Hauptschule im Hammer Westen hat der Wettbewerb „Jugend debattiert" mittlerweile einen hohen Stellenwert. Auch die Schülerinnen und Schüler seien mit Feuereifer dabei. Sechs Klassen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 hätten allein von ihrer Schule mitgemacht. „Und auch außerhalb des Wettbewerbs lasse ich meine Klasse über aktuelle Themen diskutieren", berichtete sie. Durch ein solches Projekt werde vor allem das Selbstbewusstsein der Schüler gestärkt, sagte die Lehrerin. Sie und die Parkschüler drücken jetzt den beiden Vertretern der Nachbarschule und dem betreuenden Lehrer Sebastian Essner die Damen. Und vielleicht gelingt es ja wieder einem Schüler aus Hamm, sich fürs Bundesfinale zu qualifizieren. ■ stg 

WA vom 10.02.2004