Mehr Geld für Schülerhilfe

BILDUNG Das Märkische Gymnasium nimmt an dem Projekt „13 plus" teil. Die Betreuung am Nachmittag wird unterstützt. 62 Schüler machen mit.

HERRINGEN/PELKUM • Die Schülerhilfe am Märkischen Gymnasium ist nicht mehr aus dem Schulprogramm wegzudenken. „Im März 2003 sind wir mit 40 Schülern angefangen. Inzwischen liegen uns 62 Anmeldungen vor", freute sich Reinhild Arndt, die zusammen mit ihrer Kollegin Annette Tillmanns und dem Förderverein „Schüler helfen Schülern" das Projekt betreut.

Finanziert wird dieses durch die Mitgliedsbeiträge sowie das Geld, welches die teilnehmenden Schüler zu entrichten haben. Ihre Kosten belaufen sich auf zwölf bis 14 Euro im Monat. „Für größere Anschaffungen war bislang kein Spielraum", schilderte Annette Tillmanns. Vom Förderverein des Märkischen Gymnasium habe man sogar eine Anschubfinanzierung erhalten. Doch mittlerweile böten sich neue finanzielle Möglichkeiten. „Unsere Schule nimmt an dem Projekt ,13 plus' teil. Und dieses Geld fließt in die Betreuung am Nachmittag", freute sich die Pädagogin. So habe man unter anderem Übungsblätter für den Unterricht und einen Kopierer anschaffen können. Einer großen Nachfrage erfreut sich die Schülerhilfe in den 5. und 6. Klassen. „In den Jahrgangsstufen 7 und 8 lässt das Interesse dann aber nach", sagte Reinhild Arndt. Betreut werden die Schüler von 23 Pennälern der Jahrgangsstufen 10, 11 und teilweise auch 12. „Einige Lernpaten entwerfen inzwischen sogar Arbeitsblätter", freute sich Reinhild Arndt über deren Engagement. Auch sie könnten durch das Projekt viel lernen. Die Betreuung am Nachmittag läuft montags bis donner-stags, jeweils von 13.30 bis 15 Uhr. Aufgeteilt sind die Schüler in mehrere Gruppen. Diese bestehen aus vier bis sechs Teilnehmern und treffen sich zwei Mal in der Woche. Schwerpunkte der Arbeit in den Gruppen sind die Hausaufgabenbetreuung, die Hilfe bei Lernschwierigkeiten sowie gegebenenfalls die Vorbereitung auf Klassenarbeiten. „Es wird aber auch in spielerischer Form Wissen vermittelt, so zum Beispiel in Form von Ratespielen", beschrieb Annette Tillmanns. Im kommenden Schuljahr soll die Schülerhilfe am Märkischen Gymnasium nach einer gewissen Eingewöhnungsphase auch in den neuen 5. Klassen angeboten werden. Reinhild Arndt: „Was die Lernpaten betrifft, so haben wir sogar eine Warteliste." Allerdings sei es nicht einfach, vor allem die Oberstufenschüler unterzubringen. „Auch sie haben nachmittags Unterricht." Doch am Erfolg des Projekts ändere dies nichts. Und nicht nur das: „In dieser Form ist es sogar einmalig", meinte Annette Tillmanns stolz. ■ stg 

WA vom 17.02.2004