SPD setzt auf Ganztag

BILDUNG Hammer Sozialdemokraten stellen Diskussions-Papier zur Betreuung in Kindergärten und Schulen vor. NRW-Schulministerin Ute Schäfer kommt.

HAMM ■ Die Hammer SPD sucht mit den Bürgern das Gespräch über die Chancengleichheit im Bildungssystem und macht gleichzeitig Vorschläge, wie dies sichergestellt werden soll: So muss es nach Meinung der Sozialdemokraten zu einem Ausbau der Ganztagsangebote für Kinder und Jugendliche in Krippen, Grundschulen sowie weiterführenden Schulen in der Stadt kommen. Konkrete Projekte stellten jetzt der schulpolitische Sprecher der SPD, Manfred Lindemann, sowie der SPD-Fraktionschef im Stadtrat, Marc Herter, vor.

An die Gesprächspartner aus Partei und Wahlvolk ergeht zugleich eine Einladung zur Regionaltagung zum Thema „Offene Ganztagsgrundschule" im Ökozentrum morgen, Donnerstag, von 18.30 Uhr bis 21 Uhr (Anmeldung unter Telefon 9242521). Veranstalter ist die SPD-Landtagsfraktion und die Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik. Mit dabei: die NRW-Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer. Mehr Ganztag - das soll nach Ansicht der SPD schon bei der Krippenbetreuung beginnen. Denn Betreuungsangebote für Kinder von einem halben Jahr bis zu drei Jahren legten den Grundstein für lebenslanges Lernen. Einen Schwerpunkt sieht die SPD nach Worten Lindemanns in der Offenen Ganztagsgrundschule. Ziel sei es, statt wie bislang 3,6 Prozent bis zum Jahr 2007 insgesamt 25 Prozent der Grundschüler in Nachmittags-Gruppen fördern zu können. Lindemann geht davon aus, dass Eltern das Angebot dann verstärkt annehmen, wenn es vorhanden ist. Zugleich erneuerte er die Forderung nach einer Beitrags-Staffelung, wie es sie auch beim Kindergarten gebe: statt Kopfpauschale von 45 Euro Summen je nach Einkommen zwischen 0 bis 100 Euro. Marc Herter: „Die Wähler können am 26. September entscheiden, was sie wollen." Auch bei der Sekundarstufe 1 will die SPD die Anteile der Nachmittags-Betreuung auf 25 Prozent erhöhen; Vorrang dabei hätten soziale Brennpunkte. Die Genossen sehen zudem, eine 50-Prozent-Chance für die Schaffung eines Ganztagsbetriebs am Märkischen Gymnasium und an der Ebert-Realschule. Für den Westen schwebt ihnen eine dritte Gesamtschule in Hamm vor; die Anmelde-Überhänge bei den bestehenden zwei sprächen Bände. ■ jm

WA vom 24.03.2004