Überwachung hat Erfolg

BEHÖRDEN Seit der Installation einer Videokamera am Märkischen Gymnasium sind Schmierereien am Gebäude merklich zurückgegangen

15.04.04Seit anderthalb Jahren wird das Märkische Gymnasium mit Hilfe einer Videokamera überwacht, um Graffiti und Schmierereien zu verhindern. ■ Archivfoto: Allan

HAMM-WESTEN ■ Vor knapp anderthalb Jahren wurde die Videoüberwachungsanlage am Märkischen Gymnasium installiert. Graffiti und Schmierereien am Schulgebäude sollten damit eher verhindert werden. Mit großem Erfolg, wie Schule, Stadtverwaltung und Polizei jetzt feststellten. Denn seit Beginn der Überwachung gibt es im Außenbereich des Märkischen Gymnasiums keine Verschmutzungen oder Zerstörungen mehr.

Die Schule, so heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung, möchte auf dieses Instrument zur Sicherung der Anlage nicht mehr verzichten. Ähnlich sieht dies auch Detlef Schmidt-Lind, Pressesprecher der Hammer Polizei. „Die Sachbeschädigungen am Märkischen Gymnasium sind durch die Überwachungsanlage massiv zurückgegangen. In einem Fall konnte ein Täter beim Besprühen gefilmt werden. "Die Ermittlungen dazu sind allerdings noch nicht abgeschlossen", erklärt Schmidt-Lind. Die Videoaufnahmen dienen der Polizei bei der Aufklärung solcher Fälle als Beweismittel. Ähnlich gute Erfahrungen hat auch die Friedrich-Ebert-Realschule mit ihrer Videoüberwachungsanlage gemacht. Auch an dieser Schule sind Zerstörungen und Verschmutzungen, die vorher vor allem im Bereich der Toilettenanlagen stattfanden, nicht mehr aufgetreten. Auch Graffiti sind seither nicht mehr gesprüht worden. Wegen dieser positiven Erfahrungen überlege die Stadt durchaus, auch an anderen Einsatzpunkten Überwachungsanlagen einzusetzen. „Da, wo es konkret notwendig ist, wo Gebäude so nicht einsehbar sind, ist eine Videoüberwachung eine mögliche Maßnahme", sagte ein Sprecher der Stadt. Konkrete Überlegungen zu einzelnen Einsatzpunkten gäbe es zurzeit in der Stadtverwaltung allerdings nicht. „Aber es ist möglich, dass wir auch darauf zurückgreifen", meint der Sprecher. Auch das Mahnmal „Alte Synagoge" wird von einer Videokamera überwacht. ■ amb

WA vom 15.04.2004