Erfolg mit Latein

BILDUNG Katharina Detering kam beim Bundeswettbewerb auf den dritten Platz

28.05.04.aFreuen sich über das gute Abschneiden des Märkischen Gymnasiums beim bundesweiten Latein-Wettbewerb: (von links) Lehrerin Annette Tillmanns, die Schüler T. D., Lars Büttner und Katharina Detering sowie Schulleiter Dr. Hans-Michael Sennewald.

HAMM-WESTEN ■ Latein lebt. Zumindest am Märkischen Gymnasium. Die „Sprache der Römer" wollen hier immer mehr junge Menschen erlernen, berichtet Schulleiter Dr. Hans-Michael Sennewald. Bei so viel Nachfrage ist es nicht verwunderlich, däss es auch gute Leistungen gibt: Mit fünf Zehntklässlern nahm man am bundesweiten Latein-Wettbewerb teil. Herausgekommen ist ein dritter Platz für Katharina Detering.

„Ich finde es toll, dass ihr da mitgemacht habt", sagt Sennewald an die Adresse der jungen Leute. „Motor" der Schüler war Latein-Lehrerin Annette Tillmanns. Sie machte den Pennälern Mut zur Teilnahme und gab ihnen Trainingsmaterial an die Hand, darunter Unterlagen aus früheren Wettbewerben. Denn schon im vergangenen Jahr heimste das Gymnasium einen dritten Platz ein. Neben Katharina Detering gingen diesmal Jennifer Eichler (beide Klasse 10 a) sowie Lars Büttner, T. D. und Meike Schirrmacher (alle 10 d) ins Rennen. Ende Januar schrieben sie eine Klausur. Vier Stunden lang beantworteten sie Fragen, lösten Grammatik-Aufgaben oder übersetzen Texte. In einem der fünf Aufgabenblöcke ging es sogar darum, den Inhalt französischer oder spanischer Sätze zu verstehen. „Latein ist zwar keine gesprochene Sprache", erläutert Tillmanns, „doch 5O Prozent der Vokabeln finden sich so oder ähnlich auch in den modernen Sprachen wieder". Viel gelernt habe sie für den Wettbewerb eigentlich nicht, und so richtig anstrengend sei die Klausur auch nicht gewesen, erzählt Katharina Detering, die ihren Preis am 29. Juni in Paderborn in Empfang nimmt. Latein habe sie auch nur, weil der Französisch-Kursus überfüllt gewesen sei. Doch ebenso wie für T. D., der Arzt werden will, hat das Fach für sie einen praktischen Nutzen: Sie will Jura studieren. An dem Latein-Wettbewerb nahmen 29 Hammer Schüler teil. Einen dritten Platz gab es auch für das Beisenkamp-Gymnasium. ■ jm  

WA vom 28.05.2004