Jugend forscht

BILDUNG Das Märkische Gymnasium freut sich über die Fertigstellung seines naturwissenschaftlichen Selbstlernzentrums

HAMM-WESTEN ■ Dr. Hanns-Michael Sennewald, Leiter des Märkischen Gymnasiums, nickte zufrieden: Mit der Fertigstellung des naturwissenschaftlichen Selbstlernzentrums ist die Stadtteilschule für den Hammer Westen um ein Angebot reicher. Es dürfte sich, so die Einschätzung des Schulleiters, um eine für den Regierungsbezirk Arnsberg einmalige Einrichtung handeln. Diese hat sich die Stadt auch einiges kosten lassen. „40000 Euro waren für den Umbau der ehemaligen Physik im Altbau unserer Schule erforderlich", berichtete Sennewald und verwies auf den 21. Juni. An diesem Tag soll das naturwissenschaftliche Selbstlernzentrum offiziell eingeweiht werden - auch wenn die Schüler dort schon seit einigen Wochen experimentieren können.

„Allerdings ist die Einrichtung erst seit dieser Woche komplett", so Sennewald. Mit dem neuen Angebot verfolgt das Märkische Gymnasium zwei Ziele: „Zum einen wollen wir das Interesse für Naturwissenschaften wecken", schilderte der Schulleiter. Zum anderen wolle man Mädchen an die oft als" „sperrig" bezeichneten Fächer wie Chemie und Physik heranführen. Und dies soll vor allem mit Hilfe von Experimenten geschehen. Denn die Schüler können im Selbstlernzentrum - so sagt es ja auch schon der Name - selbstständig und ohne ständige Aufsicht eines Lehrers experimentieren. Sennewald: „Dies kann zum Beispiel unterrichtsbegleitend in den Freistunden und Pausen oder während des Unterrichts in Form von Arbeitsgruppen der Fall sein." Nun können natürlich nicht alle naturwissenschaftlichen Experimente ausschließlich von den Schülern durchgeführt werden. „Gefährliche Stoffe bleiben außen vor", stellte der Schulleiter klar. Damit werde nur unter Aufsicht eines Lehrers und im Unterricht experimentiert. Vielmehr seien es Alltagsexperimente, die von den Schülern in Angriff genommen und zu einer Lösung herbeigeführt werden könnten. Denkbar seien zum Beispiel der Umgang mit Schwachstrom und Magneten, die Untersuchung leichter Erdbeben oder die Beobachtung von Pflanzenwachstum. Bevor ein Schüler jedoch das Selbstlernzentrum nutzen kann, muss ein Mentor entscheiden, ob er das Experiment alleine durchführen kann. Gelegentlich sieht er nach dem Rechten und steht für Fragen zur Verfügung. Das naturwissenschaftliche Selbstlernzentrum besteht aus zwölf Arbeitsplätzen mit Computer- und Internetan-schluss. Auf diese Weise können die Ergebnisse sofort ausgewertet werden. ■ stg

WA vom 19.06.2004