Eine ganze Schule im Freudentaumel

BADMINTON Schüler des Märkischen Gymnasiums gewinnen Bronze in Berlin

28.09.04Die Sieger (h. v. L): Schulleiter Dr. Sennewald, Philipp Hohoff, Inga Hamsen, Fee Piesendel, Marcel Dubbi, Franz-Josef Neuhaus, (v. v. l.) Stefan Müller, Sarah Wewer, Laura Riffelmann, Florian Wünnemann, Henning Schade. • Foto: Brauer

HAMM • Einfach nur „suuuupiiii"! Nichts könnte den Erfolg der acht Badminton-„Helden" des Märkischen Gymnasiums besser ausdrücken als ihr eigener Schlachtruf. Als Außenseiter zu den Spielen „Jugend trainiert für Olympia" nach Berlin gereist, wurde das Team um die Betreuer Franz-Josef Neuhaus und Henning Schade sensationell Dritter und versetzte nicht nur den Schulleiter Dr. Sennewald in euphorische Stimmung. Mit einem Plakat, das die Aufschrift trägt „Ihr seid spitze - MGH Badminton", wurden die Heimkehrer von ihren Mitschülern am Samstag am Bahnhof empfangen - was für die 14- bis 15-jährigen Spieler in ihren auffällig blauen Sportjacken den tollen Abschluss einer perfekten Woche bildete.

„Ich selbst hätte wirklich nicht mit einer derartigen Platzierung gerechnet. Was die Jungs und Mädels da geleistet haben, war schon unglaublich", sparte auch der Sportlehrer und Betreuer der Badminton-Schüler, Franz-Josef Neuhaus, nicht mit Lob. Besonders als zu Beginn gleich die Auftaktbegegnung mit 3:4 verloren ging, glaubten nicht einmal die Spieler selbst noch an ein erfolgreiches Abschneiden. „Wir haben gleich gemerkt, dass hier nur schwere Gegner auf uns warten. Aber zum Glück könnten wir uns ja noch steigern", resümierte Laura Riffelmann, die als eine von fünf Vereinsspielern nicht ganz unerfahren in ihre Begegnungen ging. Dass die Hammer Mannschaft von Spiel zu Spiel stärker wurde und letztlich nur vom späteren Titelträger und Ausnahmeteam aus Kaiserslautern gestoppt werden konnte, lag laut Henning Schade vor allem am hervorragenden Teamgeist. „Die sind ja so schon alle untereinander befreundet, das passt einfach." „Und zudem", merkte ein sichtlich glücklicher Sportlehrer an, „waren alle sehr diszipliniert und gingen jeden Tag motiviert und ausgeschlafen in die Halle." Und so ein Tag beim mit 3 000 Schülern weltgrößten Schulsportfest hatte es dann auch in sich. Von morgens 9 Uhr bis in die Abendstunden standen die einzelnen Partien auf dem Programm. „Da blieb nicht viel Zeit, sich die ganzen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Außerdem waren wir nach den Spielen auch viel zu kaputt dazu", verausgabte sich nicht nur Philipp Hohoff. Dass nächstes Jahr aber noch mehr als „nur" Bronze herausspringen soll, da waren sich die Acht einig. Was die Qualifikation bis zur Landesebene angeht, so hatten die Schüler vom Märkischen schon in diesem Jahr keine Konkurrenz. „Wir sind halt eine eingeschworene Truppe, da gibt es keine echten Gegner für uns. Wir wollen wieder nach Berlin", schaute Philipp Hohoff schon einmal hoffnungsvoll nach vorn. • mic

WA vom 28.09.2004