Bereit für die Zukunft

Politiker diskutierten über ein Ganztagsgymnasium im Hammer Westen Parteien wollen „nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag warten"

HAMM-WESTEN ■ Das Märkische Gymnasium ist bereit für die Zukunft. Und die soll, so hoffen Schüler, Eltern und Lehrer, schon bald beginnen. Das Gymnasium im Hammer Westen nämlich möchte sich gern zum Ganztagsgymnasium umstrukturieren - ein Plan, dem allerdings noch einige Hürden im Wege stehen. Bei einer Podiumsdiskussion in der Aula am Hilkenhohl bezogen Vertreter der Schüler- und Lehrerschaft sowie der Politik Stellung zu den Plänen, den Unterricht zu verändern und eine ganztägige Betreuung für Schüler möglich zu machen. Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort, in dem er sich klar positionierte: Er sei ein Befürworter der Ganztagsschule. „Wenn die Genehmigung vom Land erst einmal vorliegt, dann wird die Stadt ihre Pflicht, den baulichen Teil vorzunehmen, sofort und unverzüglich erfüllen", versprach er seine Unterstützung, sollte ein positiver Bescheid aus Düsseldorf erfolgen.

Die beiden Hammer Landtagskandidaten, Dr. Georg Scholz (SPD) und Oskar Bur-kert (CDU), demonstrierten in der Frage der Einrichtung eines Ganztagsgymnasiums Einigkeit über die Parteigrenzen hinaus. Beide wünschen die Einrichtung „schnell und ohne große Hürden". „Wir wollen nicht bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag darauf warten", sagte Burkert. Und Scholz gab sich optimistisch: „Ich glaube, dass die Umwandlung des Märkischen Gymnasiums möglich sein wird." Auch Schüler, Lehrer und Eltern waren sich einig: Ihnen könne die Einrichtung einer Ganztagsschule nur Vorteile bringen. Barbara Zwilling, die als Vertreterin der Elternschaft an der Diskussion teilnahm, brachte die Erwartungen auf den Punkt: „Die Ganztagsschule kann helfen, schwache Schüler zu fördern und den Leistungsstarken mehr Möglichkeiten zu bieten, über den Unterricht hinaus zu forschen und zu lernen." Schülersprecher Tilmann Grüneberg sah das ähnlich. „Es geht nicht um mehr Unterricht", sagte er und wandte sich besonders an die zahlreichen Schüler im Plenum. Vielmehr ginge es um mehr Zeit für besseren Unterricht. Er erklärte, dass die Ergebnisse einer Schülerbefragung größtenteils positiv gewesen seien. Die Schüler wünschten sich ein Ganztagsgymnasium, auch wenn es hier und da noch einige Vorbehalte gebe. Anna Wiegers machte als Vertreterin der Lehrerschaft des MGH klar, dass die Pläne auch von Seiten der Pädagogen eindeutig bejaht werden. „Uns bietet sich neben vielen anderen Vorteilen auch die Chance, die Schüler einmal außerhalb des Unterrichts besser kennen zu lernen", sagte sie. ■ pat

WA vom 11.03.2005