Kein Wechsel nach Bönen

Das Marie-Curie-Gymnasium muss 27 Schüler aus Pelkum ablehnen. Nur drei Klassen pro Jahrgang möglich - Jetzt 118 Anmeldungen am MGH

09.03.0627 Schüler aus Pelkum musste das Marie-Curie-Gymnasium in Bönen aus Kapazitätsgründen ablehnen. Die meisten von ihnen wechseln jetzt auf das Märkische Gymnasium. ■ Foto: pr

PELKUM/BÖNEN ■ Eigentlich könnte sich Rainer Hoffmann, Leiter des Marie-Curie-Gymnasiums in Bönen, freuen: Mit 136 Anmeldungen für das neue 5. Schuljahr, darunter 26 von der Selmigerheideschule und 14 von der Schillerschule aus dem Stadtbezirk Pelkum, vermeldete er einen Rekord. Doch nicht alle Schüler werden im Sommer auf das Gymnasium in der Nachbargemeinde wechseln können. „Da wir nur dreizügig fahren, mussten wir 34 Jungen und Mäd¬chen ablehnen", bedauerte Hoffmann. Betroffen davon sind auch 27 Pelkumer Schüler, die sich jetzt definitiv auf Hammer Schulen angemeldet haben. Die meisten dürften auf das Märkische Gymnasium wechseln. Dort sind die Anmeldungen in den vergangenen Tagen sprunghaft angestiegen. Ende Februar waren es noch 95. „Seit gestern sind es 118", sagte Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald auf Anfrage unserer Zeitung. Man werde also auch im neuen Schuljahr vierzügig fahren können, freute er sich über die zusätzlichen Schüler und kündigte zudem an, Gespräche mit den Stadtwerken aufzunehmen.

Ziel sei eine Verbesserung der Bussituation für alle. Denn auch diese habe in den vergangenen Jahren dazu beigetragen, dass immer wieder Schüler aus dem Einzugsbereich des MGH nach Bönen abgewandert sind. Mittlerweile sind es "weit mehr als 100 Schüler" aus dem Stadtbezirk Pelkum, die das Marie-Curie-Gymnasium besuchen. Diese Zahl nannte Schulleiter Hoffmann. Natürlich hätte man zum neuen Schuljahr gerne alle 136 Schüler aufgenommen. Dies sei aber nicht möglich gewesen. „Wir sind nun einmal eine dreizügige Schule. So sieht es auch der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates vor." Eine dauerhafte Vierzügigkeit seiner Schule hätte, so Hoffmann, weitere Baumaßnahmen zur Folge. Bussituation soll verbessert werden Die Dreizügigkeit des Marie-Curie-Gymnasiums - das entspricht etwa 90 bis 100 Schülern pro Jahrgangsstufe konnte in den vergangenen Jahren mit Hilfe von Schülern aus anderen Städten und Gemeinden erreicht werden, insbesondere aus Heeren und Pelkum. Lagen im vorigen Jahr Anmeldungen von 58 Kindern aus Bönen vor, so sind es in diesem Jahr bereits 77. „Und diese haben auf einer Bönener Schule natürlich Priorität", so Hoffmann weiter. Um die volle Dreizügigkeit zu erreichen, habe man zudem noch einige Heerener sowie 13 Geschwisterkinder aus dem Stadtbezirk Pelkum aufnehmen können. „Aber eben nicht alle", bedauerte er und warb gleichzeitig bei den abgelehnten Schülern um Verständnis für die Entscheidung. Für das Schuljahr 2007/08 wollte Hoffmann noch keine Prognose abgeben, zumal hier auch die Auswirkung der Schulreform abgewartet werden müsse. „Kinder aus Pelkum können sich auch künftig bei uns anmelden", so der Schulleiter. Ihre Aufnahme könne er aber leider nicht garantieren. ■ stg

WA vom 09.03.2006