Müll erst später abgeholt

Das Märkische Gymnasium ärgert sich über stadtweite „Aktion Saubermann"

PELKUM ■ Die Schüler der Jahrgangsstufe 10 des Märkischen Gymnasiums und Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald waren mächtig sauer: Als der Stadtbezirk Uentrop bereits als Sieger der stadtweiten „Aktion Saubermann" - dort hatten die Helfer rund 7,9 Tonnen Müll zusammengetragen - gekürt wurde, lagen ihre rund 30 Müllsäcke noch auf dem Schulhof. Erst gestern Mittag gegen 13.30 Uhr wurden sie von der Stadt abgeholt. „Sie konnten also gar nicht in das Ergebnis für den Stadtbezirk Pelkum einfließen", sagte der Schulleiter. So etwas sei für die Schüler nicht sehr motivierend, gerade mit Blick auf kommende Aktionen.

„Wenn schon ein Wettbewerb, dann aber richtig", so Sennewald, dessen Schule auf Nachfrage beim zuständigen Fachamt mit der Aussage konfrontiert wurde, dass das Sammelergebnis des MGH sowieso egal sei. Den Stadtbezirk Uentrop hätte Pelkum nicht mehr erreichen können. Das bestätigte auch Stadtsprecher Christian Strasen. Zwar habe man gestern stadtweit rund sechs Tonnen Müll abgeholt. „Mit 6,6 Tonnen lag Pelkum aber hinter Uentrop auf dem zweiten Platz." Das Ergebnis habe sich bereits am Montag abgezeichnet, schilderte er. „Die für die Aktion zuständigen Kollegen wussten zwar, dass der Müll aus Pelkum an einigen Stellen noch nicht abgeholt worden war. Sie haben aber hochgerechnet, dass es auch mit ihm für den ersten Platz nicht mehr reichen würde." Pelkum hinter Uentrop auf dem zweiten Platz Dennoch räumte er ein, dass ein Wettbewerb unter den Stadtbezirken allein auf Grundlage der Tonnenmenge nicht die beste Lösung sei. „Rund zwei Drittel der Teilnehmer waren Kinder und Jugendliche, die möglichst schnell wissen wollen, welcher Stadtbezirk gewonnen hat." Für die Zukunft wäre aus seiner Sicht eine Mischung sinnvoll: „Vielleicht aus dem Müllvolumen und der Teilnehmerzahl." ■ stg

WA vom 29.03.2006