"Wir fahren nach Berlin"

BADMINTON Märkisches wird überlegener Landesmeister. Qualifikation für „Jugend trainiert für Olympia" geschafft

18.05.06Bürgermeisterin U. Wäsche (li) gratulierte den Landesmeistern (hinten von links) St. Müller, L. Kampmann, S. Wewer, L. Riffelmann, Fee Piesendel, Sportlehrer Jost Neuhaus, (u. v. li) F. Wünnermann, M. Dubbi u. Ph. Hohoff. ■ Foto: Skudlarek

HAMM ■ Strahlende Gesichter bei den Spielern des Märkischen Gymnasiums: Nach anstrengendem Wettkampftag stand fest, dass sich die vier Schüler und vier Schülerinnen den Titel des nord-rhein-westfälischen Landesmeisters geholt und damit die so begehrte Fahrkarte für das Bundesfinale beim Wettbewerb „Jugend trainiert für Olympia" in Berlin gesichert hatten. Dass sie dies in derart überlegener Manier schafften, wunderte die Schüler selbst, immerhin war mit den Siegern aus den anderen Regierungsbezirken harte Konkurrenz angereist. Während es den Mädchen, allen voran Laura Riffelmann und Fee Piesendel, etwas leichter fiel, hatten die beiden Spitzenspieler des „Märkischen", Phillip Hohoff und Marcel Dubbi, manche harte Nuss zu knacken.

Bemerkenswert, dass es bei dieser Konzentration auf die Spitzzenbegegnungen gerade das Mixed gegen Solingen war, das die Fahrkarten nach Berlin löste. Sarah Wewer und Philipp Hohoff spielten klug und konsequent ihr taktisches Konzept und erzwangen gegnerische Fehler. Unterm Strich waren somit zwei 6:1-Siege gegen Königswinter und Bottrop zu verzeichnen sowie zwei 4:3-Erfolge gegen Steinheim und Solingen. Kurios der Beginn. In beiden Doppeln gäbe es hohe Siege im ersten Satz, das Jungen-Doppel-(Hohoff/Dubbi) musste sich aber noch in drei Sätzen geschlagen geben. Phillip Hohoff konterte aber sofort in seinem Einzel und verwies die gegnerische Nummer 1 in ihre Schranken. Immerhin zeigte diese Begegnung, dass kein Gegner leicht genommen werden konnte, Steinheim wurde am Ende Vize-Meister. Hart umkämpft war auch das Match gegen die als Favorit gehandelte Mannschaft aus Solingen. Alle drei Jungen-Spiele gingen verloren, alle drei Mädchen-Spiele wurden gewonnen. Die Entscheidung musste also im Mixed fallen. Und sie fiel zu Gunsten von Sarah Wewer und Phillip Hohoff in hart umkämpften Sätzen (9:8 und 9:5). Und damit stand für die Spieler fest: „Wir fahren nach Berlin." Das abschließende Spiel war eine Pflichtaufgabe, die problemlos erledigt wurde. Das „Märkische" spielte mit Laura Riffelmann, Fee Piesendel, Sarah Wewer, Lena Kampmann, Phillip Hohoff, Marcel Dubbi, Stefan Müller und Florian Wünnemann. Neben dem Siegerpokal bekamen die Spieler von der Hammer Bürgermeisterin Ulrike Wäsche ein persönliches Geschenk überreicht. Bei der Siegerehrung gab es dann für das Märkische Gymnasium eine weitere Ehrung. Der Deutsche Badmintonverband bietet in seinem Breitensportprogramm ein Spielabzeichen - vergleichbar mit dem bekannteren Deutschen Sportabzeichen - an. An diesem Programm beteiligte sich die Schule in großem Maße und bewies so, „dass am Märkischen Gymnasium nicht nur Spitzen-Badminton gespielt wird, sondern auch viel für die Nachwuchs- und Breitenarbeit getan wird", betonte der Vizepräsident des Bandmintonverbandes, Klaus Walter, bei der Übereichung der 136 Gold-, Silber- und Bronze-Urkunden. ■

WA vom 18.05.2006