Über Weimar nach Berlin

MGH qualifiziert sich für das Bundesfinale der Deutsch-Olympiade Vier Schüler der 9 a überzeugen die Jury - Parkschule knapp gescheitert

07.05.07Alexander Braun, Muhammed Gercek, Miriam Stahlberg und Frederik Grüneberg (von links) qualifizierten sich für das Bundesfinale der Deutsch-Olympiade. ■ Foto: pr

HAMM-WESTEN ■ Sie mussten reimen, umschreiben, erklären, erzählen und darstellen. Nachdem sie sich bereits inerhalb der Klasse und der Jahrgangsstufe durchsetzten, wartete auf Alexander Braun, Muhammed Gercek, Frederik Grüneberg und Miriam Stahlberg aus der 9 a des Markischen Gymnasiums (MGH) eine ganz besondere Herausforderung: Beim Regionalfinale in Weimar landete das Quartett aus Hamm auf dem 1. Platz und qualifizierte sich somit für das Finale der erstmals ausgetragenen Deutsch-Olympiade am 20. Mai in Berlin. In allen fünf Disziplinen konnten die Schüler, die somit Nordrhein-Westfalen vertreten werden, durch gewitzte Wortwahl sowie durch Spontanität und Einfallsreichtum beim Lösen der oft kniffligen Aufgaben die Jury überzeugen. Und so freuten sich am Ende nicht nur die vier Schüler und ihre Lehrerin Claudia Carbone. Stolz war auch Schulleiter Dr. Hanns-Michael-Sennewald: „Wir wussten nicht, was uns in Weimar erwartet." Es sei die erste Veranstaltung dieser Art gewesen. Umso höher sei das großartige Abschneiden der vier Schüler zu bewerten.

Beim Finale können sich diese übrigens auf die Unterstützung der gesamten Klasse freuen, die mit nach Berlin fahren wird. Über den Sieg im Deutschen Theater wird eine fachkundige und prominente Jury entscheiden, in der unter anderem der Erfolgsautor Sven Regener („Herr Lehmann") und der Sänger Pascal Finkenauer („An Tagen wie diesen") sitzen werden. Die Deutsch-Olympiade ist ein innovativer Wettbewerb der Initiative Deutsche Sprache, bei dem es darum geht, im Team sportlich-kreativ mit der deutschen Sprache umzugehen. In Vierergruppen müssen die Schüler Texte entwickeln, die nach einer kurzen Vorbereitung mündlich vorgetragen werden. Claudia Carbone: „In Weimar mussten unsere Schüler aus einem vorgegebenen Halbsatz ein Gedicht bilden und auf pfiffige Art den Fantasie-Begriff Streifen-Kunde erläutern." Zudem habe es die Vorgabe gegeben, binnen zwei Minuten aus den Begriffen „Kellner, Gast, gefeuert" eine szenische Darstellung auf die Bühne zu bringen. Bundesweit beteiligten sich rund 3 500 Schüler an dem Wettbewerb, der von der Kultusministerkonferenz unterstützt wird. „Die Deutsch-Olympiade trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei. Sie fördert Teamfähigkeit und Präsentationsstärke", erläuterte Falk Wellmann, Geschäftsführer der Initiative Deutsche Sprache, den Wettbewerbs-Ansatz. Gerade auch Schülern mit Migrationshintergrund böten die Disziplinen des integrativen Wettbewerbs die Möglichkeit, mit mündlichen Leistungen zu punkten. Insgesamt gab es sechs Regionalfinals, darunter auch in Osnabrück. Hier war mit der Parkschule eine weitere Hammer Schule am Start. Obwohl Victoria Crucio, Anna Miller, Jürgen Zeiser und Ismail Uysal (alle 9 a) der Konkurrenz in der Disziplin „Darstellen" laut Klassenlehrerin Antje Weber „haushoch überlegen waren", reichte es in der Gesamtwertung am Ende nur zu einem „respektablen dritten Platz". Während sich die Gastgeber für das Bundesfinale qualifizierten, blieb den Parkschülern ein Trostpflaster von 150 Euro für die Klassenkasse. ■ stg/pa 

WA vom 28.07.2007