Die Nerven bewahrt

BADMINTON Das Märkische Gymnasium verteidigt den Landestitel 4:3-Erfolg im entscheidenden Spiel gegen Bergisch Gladbach

07.05.07Das Badminton-Team des Märkischen Gymnasiums: (oben von links) Philipp Hohoff, Stefan Müller, Jan Greifenberg, Dominik Stapelmann, Bürgermeister Willi Sosna, Schulleiter Dr. Michael Sennewald, (unten von links) Tiana Piesendel, Denise d'Andrea, Lena

HAMM ■ Freudentaumel und Jubelsprünge nach dramatischem Finale in der Märkischen Sporthalle: Das Ziel war erreicht, die Badminton-Spieler des Märkischen Gymnasiums hatten ihren Titel als nordrhein-westfälischer Landessieger verteidigt und die begehrte Fahrkarte zum Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia" gelöst. Sechs Stunden lang zeigten die Spieler der Schulmannschaft hervorragendes Badminton, lieferten sich packende Partien auf höchstem Niveau und hatten im entscheidenden Spiel gegen den alten Rivalen aus Bergisch-Gladbach die besseren Nerven. Sie gewannen in der „Verlängerung" mit 4:3. Angetreten waren die Badminton-Spieler des Märkischen als Meister der Regierungsbezirks Arnsberg. Sie trafen auf die Sieger aus den anderen NRW-Regierungsbezirken. Damit war schon vorher klar, dass sich jugendliche Spitzenakteure ein Stelldichein in der Märkischen Sporthalle geben würden. Dass es zudem ausgesprochen spannend zuging, freute die zuschauenden Mitschüler in der Halle.

Ein Garant für Nervenkitzel war das Jungendoppel Jan Greifenberg/Philipp Hohoff. Allerdings wurden die beiden auch Garanten für den Sieg, konnten sie doch alle vier Partien letztlich für sich entscheiden. Philipp Hohoff triumphierte auch in seinen vier Einzeln, Jan Greifenberg gewann zwei seiner Begegnungen. Bei den Mädchen war Laura Riffelmann ähnlich erfolgreich. Sie verbuchte drei Siege und musste sich nur dem aufstrebenden Sporttalent Mette Stahlberg aus Bergisch-Gladbach geschlagen geben. Ein glücklicher Turnierplan bescherte den Zuschauern ein packendes Finale. Das Märkische Gymnasium und das Otto-Hahn-Gymnasium aus Bergisch-Gladbach hatten ihre drei Gruppenspiele jeweils gewonnen. Der direkte Vergleich musste also die Entscheidung bringen. Und hier legten die Hammer zunächst einen wichtigen Grundstein. Das Jungendoppel Hohoff/Greifenberg und das Mädchendoppel Riffelmann/Piesendel siegten, während das Mixed an den Gegner ging. Als alle anderen Spiele in der Halle beendet waren, kam es mit vier parallel laufenden Einzeln zum finalen Showdown. Und alle vier Spiele brachten Dramatik pur. Zunächst gewannen Jan Greifenberg und Philipp Hohoff ihre ersten Sätze, während Laura Riffelmann und Tiana Piesendel unterlagen. Philipp Hohoff siegte in zwei Sätzen, Laura Riffelmann verlor. Die zwei anderen Partien gingen in den dritten Durchgang. Hier erkannten die Zuschauer, dass Tiana Piesendel, geschwächt in die Spiele gegangen, Unterstützung brauchte. Mit dieser Unterstützung gelang ihr ein knapper Sieg im zweiten Satz und schließlich ein 15:10 im dritten. Als ihr Matchball fiel, waren die Hammer nicht mehr zu halten: Das Märkische hatte den Titel des Landesmeisters NRW verteidigt und fährt damit als Vertreter Nordrhein-Westfalens zum Bundesfinale. ■

WA vom 07.05.2007