"Typenhaft überzeichnet"

Die Jahresgabe 2007 kommt von der Künstlerin Regine Schmidt-Morsbach Seit 1981 stellen Künstler dem MGH ihre Arbeiten zur Verfügung

05.05.07Lydia Auinger (rechts) und Alexandra Niedermeier aus der Jahrgangsstufe 13 des MGH präsentieren die Jahresgabe 2007 von Regine Schmidt-Morsbach. ■ Foto: Rother

HAMM-WESTEN ■ Am Märkischen Gymnasium (MGH) ist es seit 1981 eine gute Tradition, dass sich die jeweilige Abiturientia über eine Jahresgabe in Form einer künstlerischen Arbeit freuen darf. Dies sei eine tolle Idee, sagt Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald. Dadurch erhielten die Abiturienten ein Andenken an ihre Schule und blieben dieser noch lange Zeit verbunden. Durch die Jahresgabe und die damit verbundene Ausstellung weiterer Werke des Künstlers ermögliche die Schule zudem eine Begegnung mit Kunst. Schon viele namhafte Künstler haben ihre Arbeiten kostenlos zur Verfügung gestellt, darunter Otmar Alt, Erich Lütkenhaus und Horst Rellecke. Die Jahresgabe 2007 stammt von der ostwestfälischen Künstlerin Regine Schmidt-Morsbach. Es handelt sich dabei um das farbenfrohe Kunstwerk „Wir gehören zusammen".

Parallel sind bis zum 16. Mai rund 40 weitere Arbeiten der Künstlerin in der Märkischen Galerie der Stadtteilschule im Hammer Westen zu sehen. Dadurch kommt es zu einer Realbegegnung mit der Kunstschaffenden und ihren Originalwerken. In der Arbeit „Wir gehören zusammen", bei der die Künstlerin die Techniken Aquarellmalerei und Federzeichnung verbunden hat, sind junge Menschen typenhaft überzeichnet dargestellt. „Verschiedene Charaktere, die auch an unserer Schule zu finden sind, sind zu sehen", erläutert Kunsterzieher Bernhard Kaup, der das Projekt seit 1988 betreut. Die Künstlerin habe keine Originalszene, sondern eine Verdichtung des schulischen Miteinanders gewählt. „Mit einem nahezu teuflisch präzisen Adlerblick entlarvt sie unsere Eigenheiten", erläutert Kaup und verweist auf Schüler, die auf dem Bild dargestellt sind. Einer wirkt selbstsicher, zielgerichtet, gesetzt und bieder. Auf der anderen Seite erscheint eine alles hinterfragende, den Weltschmerz auf sich ladende Schülerin. Kaup: „Und eine eher kleine Figur spielt sich in den Vordergrund. Sie wirkt drahtig, sportlich und aufgeschlossen." ■ stg

WA vom 05.05.2007