Bronze fürs Märkische

Vier Neuntklässler des MGH werden Dritte bei der Deutsch-Olympiade Das Team aus dem Hammer Westen überzeugt im Deutschen Theater in Berlin

23.05.07Im Deutschen Theater in Berlin erreicht das Team des Märkischen Gymnasiums den dritten Platz der Deutsch-Olympiade auf Bundesebene. ■ Foto: privat

HAMM-WESTEN ■ Auch wenn es für den 1. Platz nicht ganz gereicht hat: Erhobenen Hauptes und mit einer Bronzemedaille um den Hals kehrten Alexander Braun, Muhammed Gercek, Frederik Grüneberg und Miriam Stahlberg aus der 9 a des Märkischen Gymnasiums vom Bundesfinale der erstmals ausgerichteten Deutsch-Olympiade, einem Schülerwettbewerb rund um die deutsche Sprache, nach Hamm zurück. Rund 3500 Schüler verschiedener Schulformen hatten in einer Pilotphase zunächst am jeweiligen Schul- beziehungsweise Regionalfinale teilgenommen. Die neun besten Schulen durften nach Berlin fahren, darunter auch das Märkische Gymnasium. Begleitet wurden die Hammer Schüler von ihren Klassenkameraden sowie von Klassenlehrer Guido Schmidt und von der Projektbeauftragten, Claudia Carbone.

Bevor es im Deutschen Theater ernst wurde und sich die Neuntklässler einer Jury stellten, durften sie auf Einladung der Initiative Deutsche Sprache - es handelt sich dabei um den Ausrichter des Wettbewerbs - die Hauptstadt erkunden. Claudia Carbone: „Neben dem Deutschen Historischen Museum haben wir auch den Reichstag besichtigt." Dies sei für die gesamte Klasse ein tolles Erlebnis gewesen. Der eigentliche Wettbewerb besteht aus den mündlichen Disziplinen Reimen, Umschreiben, Erklären, Erzählen und Darstellen. Die Schüler des MGH mussten nach jeweils zwei Minuten Vorbereitungszeit den Kunstbegriff „Lichtfett" -ähnlich wie bei einem Referat - überzeugend beschreiben und aus dem vorgegebenen Halbsatz „Der Dieb schlich durchs Haus" eine Geschichte in Reimform erzählen. Claudia Carbone: „Das Umschreiben hat sehr gut geklappt." Beim Reimen hätte man den Schülern dann allerdings ihre Nervosität angemerkt. „Und das hat sich am Ende bemerkbar gemacht. Sonst wären wir vielleicht noch weiter vorne gelandet", fasste Carbone ihre Eindrücke von einem „mitreißenden Wettbewerb" zusammen, der von rund 450 Zuschauern verfolgt wurde. Diese und die Jury waren von den Leistungen der Schüler insgesamt aber sehr angetan, konnten diese doch oft durch gewitzte Wortwahl, Spontaneität und Einfallsreichtum beim Lösen der Aufgaben überzeugen. „Durch den Wettbewerb sollen der Umgang mit und der Spaß an der Sprache gefördert werden", so Carbone, die ankündigte, dass man auch im neuen Schuljahr an der Deutsch-Olympiade teilnehmen werde. ■ stg 

WA vom 23.05.2007