Putzen statt pauken

Die Schüler des Märkischen Gymnasiums räumen ihre Schule auf In der fünften und sechsten Stunde schrubben sie Böden und wienern Möbel

19.06.07Die Schüler des Märkischen Gymnasiums rücken dem Dreck mit Besen und Schaufeln zu Leibe. ■ Foto: Szkudlarek

HAMM-WESTEN ■ Die Sommerferien stehen vor der Tür, der Schulhof bleibt jetzt für Wochen leer. Nur vergilbtes Butterbrotpapier, zerrissene Verpackungen und zertretene Plastikflaschen erinnern an den Schulalltag... Doch genau so wollten die Schüler des Märkischen Gymnasiums ihre Schule zum Schuljahresende nicht hinterlassen. Rund 1000 Kinder und Jugendliche machten sich gestern ans große Aufräumen. „Wir haben uns vorgenommen, die Schule vor den Ferien sauber zu machen", so die stellvertretende Schülersprecherin Meike Klicks. „Und zwar komplett." Schüler aller Stufen putzten sich durch Cafeteria, Pausenhalle, Sporthalle, Klassen- und Fachräume sowie den Hof. „Jede Klasse hatte zwei Räume", so Klicks. „Alle haben Putzmaterial mitgebracht und dann losgelegt." Die fünfte und die sechste Unterrichtsstunde hatte die Schulleitung für die Aktion bewilligt - schließlich war die von der Schülervertretung (SV) und Vertrauenslehrer Björn Sprenger organisierte Aktion ganz in ihrem Sinne.

Seit dem Herbst vergangenen Jahres, als die Idee in der SV aufgekommen sei, liefen die Planungen. Es seien nicht nur Möbel abgewischt und Böden geschrubbt worden, so Klicks. Man habe auch Kaugummi entfernt und den Müll auf dem Hof und aus den Büschen gesammelt. Die zwei Stunden Einsatz hätten völlig ausgereicht, um die Schule aufzuräumen, so die stellvertretende Schülersprecherin. Immerhin habe den meisten das Aufräumen offenbar besser gefallen als die kurz vor den Ferien obligatorischen Filme zu gucken. Die Schülervertretung erhoffe sich von der Aktion eine pädagogische Wirkung, so Klicks weiter: Wer wisse, welcher Aufwand notwendig sei, um die Schule zu reinigen, verschmutze sie in Zukunft vielleicht nicht mehr so sehr. Auch deshalb hoffe man auf eine Fortsetzung der Aktion im kommenden Jahr. ■ jf 

WA vom 19.06.2007