Alternativer Dämmstoff

Biologie-LK gewinnt Projektwettbewerb am Märkischen Gymnasium Jury bewertet die von zwölf Kursen eingereichten Beiträge

20.12.07Geschafft: Der LK Biologie (Junker) des Märkischen Gymnasiums gewann den Projektwettbewerb zum Thema „Klimawandel". Er stellte einen Dämmstoff aus nachwachsenden Rohstoffen vor. ■ Foto: Szkudlarek

HAMM-WESTEN ■ Der Jubel bei den Schülern des Leistungskurses Biologie (Junker) des Märkischen Gymnasiums kannte keine Grenzen: Beim Projektwettbewerb der Jahrgangsstufe 12 zum Thema „Klimawandel: Erfinde und gestalte deine Zukunft" - er fand das erste Mal überhaupt statt - bekamen sie von der aus fünf Lehrern und zwei Schülern bestehenden Jury die meisten Punkte. Zweiter wurde der LK Physik (Reiche) vor dem LK Deutsch (Hillmann). 239 Schüler, aufgeteilt auf zwölf Gruppen, hatten sich beteiligt. Wie die Jury erklärte, habe der siegreiche Beitrag vor allem durch seine Kreativität überzeugen können. Außerdem sei sehr nachvollziehbar gearbeitet worden. Das freute natürlich die Schüler, die es sich zur Aufgabe gemacht hatten, Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen zu entwickeln.

Während eines Versuchs konnten sie nachweisen, dass sich gepresste Frühstücksflocken sehr gut als Dämmmaterial eignen. „Besser als zum Beispiel Alufolie, Styropor oder Glaswolle", erläuterten sie. Präsentation in der Aula Sehr fachspezifisch war auch die Arbeit des Physik-LK. „Brennstoffzelle - Technik der Zukunft?" lautete die Frage, der er auf den Grund zu gehen versuchte. Und so wurde während des Projekts ein wasserstoffgetriebenes Modell entwickelt, das während der Präsentation in der Aula seine Runde drehte. Bislang habe sich ein Antrieb aus Wasserstoff zwar noch nicht durchsetzen können. „Wir denken aber, dass man in Zukunft nicht darauf verzichten kann." Kreativ war auch der drittplatzierte Deutsch-LK, der seinen Mitschülern die „Darstellung des Klimawandels in den Medien und in der öffentlichen Meinung" präsentierte. Hierzu wurden unter anderem der Westfälische Anzeiger, die Parteien sowie einige Schüler des MGH befragt. Auch der Sinn beziehungsweise Unsinn eines Tempolimits auf Autobahnen wurde beleuchtet. „Wir wer¬den alle mit dem Klimawandel leben müssen. Nun ist es an uns, das Schlimmste zu verhindern und das Beste daraus zu machen", so das Fazit dieser Gruppe. Anna Wiegers und Oberstufenkoordinator Werner Große-Cappenberg waren von der Kreativität der Schüler sehr angetan. Der Wettbewerbsgedanke habe sie sicher beflügelt, so Anna Wiegers. Sie gehe davon aus, dass man auch die nächste Projektarbeit in der Jahrgangsstufe 12 mit einem Wettbewerb verbinden werde. Der sichere Umgang mit der Projektmethode ist eine der Schlüsselkompetenzen für Studium, Beruf und Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. In der Jahrgangsstufe 12 des MGH dient das Training in der Gruppe auch als Vorbereitung für die eigenständige Facharbeit. ■ stg  

WA vom 20.12.2007