Pro und Contra

Bei „Jugend debattiert" kämpfen drei Schulen um den Eintritt ins Landesfinale Schüler überzeugen im Märkischen Gymnasium mit treffenden Argumenten

14.02.07Rede und Gegenrede: Beim Finale von „Jugend diskutiert" üben sich Schüler von drei Hammer Schulen in der Kunst des Argumentierens. Die Sieger fahren zur Landesausscheidung. ? Fotos: Rother

HAMM-WESTEN ■ Den harten, aber auch fairen Umgang mit Meinungsverschiedenheiten übten gestern die Schüler der Parkschule, der Konrad-Adenauer-Realschule und des Märkischen Gymnasiums. Im Rahmen des Wettbewerbs „Jugend debattiert" setzten sie sich mit aktuellen politischen Konflikten auseinander und vertraten ihre Meinungen in emotionalen Debatten.
Durchgeführt wird der Bundeswettbewerb gemeinsam von der Hertie-Stiftung, der Stiftung Mercator, der Heinz-Nixdorf-Stiftung und der Robert-Bosch-Stiftung.


Mit einem heiklen Thema ging es in der Sekundarstufe I los. Die Schüler führten teilweise hitzige Diskussionen über das Thema Tierversuche. Die Vertreter der Pro- und der Contra-Seite hatten Zeit, ihre Position zu vertreten. Nach der Eröffnung konnte jeder Redner kurz seine Meinung darstellen, während es in der zweiten Runde, der freien Aussprache, zum Austausch der Argumente kam. In der Schlussrunde gab es dann noch Zeit für ein letztes Statement. Neben Fairness und der Einhaltung der Regeln wurden von der Jury auch Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft bewertet. Doch die Schüler machten es aufgrund ihrer beeindruckenden Leistungen den Lehrern der einzelnen Schulen nicht leicht.

In den Klassenstufen 8 bis 10 belegte Lukas Schöpe vom Märkischen Gymnasium den ersten Platz. Knapp dahinter verbuchte die Konrad-Adenauer-Realschule gleich drei Plätze: Platz zwei ging an Charlotte Hännig; Susanne Dommen und Vito Accancio kamen auf Platz drei und vier.
Auch in der Debatte der Sekundarstufe II wurde es spannend. Die vier Redner hatten sich ein brisantes politisches Thema ausgesucht: die Online-Durchsuchungen von privaten Computern. Die begeisterte Jury kam zu folgendem Ergebnis: Platz eins belegte Gesa Geue, gefolgt von Isabel Brüggemann, Theo Krukenbaum und Corinna Wulf. Jeweils die ersten beiden Platzierten dürfen nun ein Rhetorikseminar besuchen, bevor sie am Wettbewerb auf Landesebene teilnehmen und auf das bundesweite Finale in Berlin hoffen können.
Doch auch die anderen gingen nicht leer aus: „Die Urkunde macht sich sehr gut im Lebenslauf", bestätigte ein ehemaliger Teilnehmer aus eigener Erfahrung. ■ ahn

WA vom 14.02.2007