"Ja" zum Ganztagsbetrieb

HAMM-WESTEN ■ Die Umwandlung des Märkischen Gymnasiums in eine gebundene Ganztagsschule – los soll es ab dem Schuljahr 2009/10 mit dem neuen 5. Schuljahr gehen – hat eine weitere Hürde genommen: Nach dem Schul- und Sportausschuss empfahlen auch die Pelkumer Bezirksvertreter im Rahmen ihrer gestrigen Sitzung einstimmig die entsprechende Vorlage. Entscheidungsgremium ist der Rat, der sich am 9. Dezember trifft. Einen Kritikpunkt gab‘s aber trotzdem. SPD und Grüne bemängelten, dass sich keine Hammer Realschule für die Umwandlung in eine gebundene Ganztagsschule ausgesprochen habe. Hier sei eine Chance vertan worden, spielten Karsten Weymann (Grüne) und Wilfried Bülling (SPD) auf die neue Pelkumer Realschule am Standort der Kopernikusschule an. Auch den dortigen Schülern sollte mit Hilfe des gebundenen Ganztags eine weitere pädagogische Förderung ermöglicht werden, so Bülling. Verwaltung und Schule sollten verstärkt auf dieses Ziel hinarbeiten, so der Fraktionschef.

Ähnlich äußerte sich Weymann. Zwar habe man mit der Realschule weiter Bauchschmerzen. Aber der Rat habe nun einmal so entschieden. Umso mehr sollte der Aufbau einer neuen Schule dazu genutzt werden, gleich mit dem Ganztagsbetrieb zu starten. Den wollte Karl-Bernd Roßmeyer, stellvertretender Leiter des Schul- und Sportamts, auch nicht ausschließen. Seiner Einschätzung nach werden das Land auch nach 2010 den Gymnasien und Realschulen die Möglichkeit bieten, in den gebundenen Ganztag einzusteigen. Mit Blick auf die neue Realschule sei es aber erst einmal wichtig, den Unterricht ans Laufen zu bringen. Danach könne sich die Schule immer noch für einen Ganztagsbetrieb aussprechen, so Roßmeyer, der hofft, dass es demnächst auch hierfür ein Votum geben wird. ■ stg 

WA vom 03.12.08