Start in den Ganztag

Das Märkische Gymnasium benötigt eine Mensa für mehrere hundert SchülerAb dem Schuljahr 2011/12 reicht die Cafeteria nicht mehr aus

HAMM-WESTEN ■ Die Umwandlung des Märkischen Gymnasiums (MGH) in ein gebundenes Ganztagsgymnasium war das zentrale Thema beim „Tag der offenen Tür" für die Viertklässler und deren Eltern. Nicht nur, dass viele Schüler und Eltern aufgrund der Berichterstattung in den Medien bereits gut informiert gewesen seien. Wie Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald ausführte, habe es auch viele positive Reaktionen gegeben. Wie sich diese bei den Anmeldungen - sie finden zwischen dem 26. Januar und dem 13. Februar 2009 statt - niederschlagen werden, konnte der Schulleiter aber nicht einschätzen. „Wir müssen abwarten." Mittelfristig macht der Ganztagsbetrieb am MGH, der mit jedem neuen Schuljahr schrittweise ausgebaut wird, bauliche Veränderungen erforderlich. Diese beziehen sich vor allem auf das Mittagessen. Wie der Schulleiter betonte, könne die Verpflegung von 200 Schülern über die bestehende Cafeteria abgewickelt werden - und zwar in Form eines Schichtbetriebs. Bei der Auswahl der Speisen wolle man die Eltern beteiligen. Darüber hinaus benötige man zusätzliche Unterrichtsräume im Obergeschoss des Anbaus, der derzeit von der Friedrich-Ebert-Realschule genutzt werde. „Ab 300 Schülern im gebundenen Ganztag brauchen wir eine Mensa." Ausgehend von etwa 100 neuen Fünftklässlern pro Jahr müsste sie bis zum Schuljahrsbeginn 2011/12 fertig sein. Dem Schulleiter schwebt dabei aber nicht nur eine Mensa vor. Sie sollte auch für größere schulische Veranstaltungen genutzt werden können. Er denke dabei unter anderem an die Abiturfeiern, die aufgrund der vielen Schüler derzeit in der Sporthalle stattfinden müssten.

Als möglichen Standort für eine Mensa kann sich Sennewald den Bereich zwischen der Cafeteria und der Märkischen Sporthalle vorstellen. Weitere Unterrichtsräume seien nicht erforderlich. Betreuung durch Lehrer Nach Ansicht des Schulleiters bringt der gebundene Ganztag, in den zunächst das neue fünfte Schuljahr startet, viele Vorteile mit sich. Einer bestehe auf jeden Fall darin, dass die Schüler an drei Nachmittagen bis 15 Uhr durch Lehrer betreut werden. „Und zwar montags, mittwochs und donnerstags." Schwerpunkte seien dabei die Hausaufgabenbetreuung sowie die individuelle Förderung. Ab dem sechsten Schuljahr gebe es dann eine Betreuung bis 16 Uhr. Eine weitere Neuerung, die der gebundene Ganztag mit sich bringt, ist der Blockunterricht. Das bedeutet, dass die Schüler - sobald der Grundsatzbeschluss steht - künftig verstärkt Doppelstunden in den einzelnen Fächern haben werden. Statt zum Beispiel vier Einzelstunden gibt es dann nur noch zwei Doppelstunden. Durch den 90-Minuten-Takt sei ein besseres und intensiveres Lernen möglich, so der Schulleiter. Außerdem komme dadurch mehr Ruhe in den allgemeinen Schulbetrieb. Einzelstunden werde es aber auch weiterhin geben. „Schon alleine wegen des Schichtbetriebs am Mittag." ■ stg 

WA vom 17.12.2008