Abschied vom „Märkischen“

HAMM-WESTEN ■ Dr. Hanns-Michael Sennewald, seit dem 26.September 1994 Leiter des Märkischen Gymnasiums im Hammer Westen, tritt Ende dieses Monats in den Ruhestand. Seine offizielle Verabschiedung findet am Mittwoch, 28. Januar, statt. Mit dem 65-Jährigen sprach WA-Redakteur Stefan Gehre.
Fast Ihr ganzes Leben lang haben Sie mit Schule zu tun gehabt. Fällt Ihnen der Abschied schwer?
Sennewald: Einerseits wird es nach 37 Jahren im Schuldienst Zeit, loszulassen. Andererseits habe ich aber auch sehr gerne als Lehrer gearbeitet.
Wie sehen Sie rückblickend Ihre Jahre auf dem Märkischen Gymnasium?
Sennewald: Es war eine tolle Zeit. Ich habe ein aufgeschlossenes Kollegium vorgefunden, das gemeinsam mit den Schülern Visionen verfolgt und eine Schule der Chancengleichheit verwirklicht hat. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich aber auch bei den Eltern sowie bei allen weiteren Mitarbeiter, angefangen vom Sekretariat bis hin zum Hausmeister. Vor allem das Sekretariat ist für das äußere Erscheinungsbild wichtig, da hier viele Eltern das erste Mal Kontakt zur Schule bekommen.


Wie beurteilen Sie die Entwicklung des Märkischen Gymnasiums?
Sennewald: Ich denke, dass es uns gemeinsam gelungen ist, das Ansehen der Schule zu steigern. Zusätzlich zu den Aufgaben einer Stadtteilschule für den Hammer Westen hat das Märkische Gymnasium auch gesamtstädtische Funktionen übernommen. Beispiele sind die vielen Seiteneinsteiger sowie die Hochbegabtenförderung.

Ein wichtiges Signal war die Erweiterung vor einigen Jahren. Sie hat uns gezeigt, dass die Stadt uns ernst nimmt. Überhaupt muss ich sagen, dass wir uns immer sehr gut bei ihr aufgehoben gefühlt und viel Unterstützung erfahren haben.
Wohin führt der Weg des Märkischen Gymnasiums?
Sennewald: Ich bin froh, dass mit Beginn des neuen Schuljahres der gebundene Ganztagsbetrieb startet. Was die Schule noch braucht sind eine Mensa und ein Forum. Das wäre für den gesamten Hammer Westen wichtig.

Außerdem muss es hier gelingen, die Übergangsquote aufs Gymnasium zu steigern.
Wie sehen Ihre persönlichen Pläne für die Zukunft aus?
Sennewald: Ich werde auf keinen Fall studieren. Zusammen mit meinem ebenfalls ausscheidenden Kollegen Winfried Bungter werde ich aber den Schulen verbunden bleiben und in der Gütesiegel- Kommission der Bezirksregierung Arnsberg mitwirken. Außerdem möchte ich schreibend tätig werden und viel auf meinem iBike fahren.

Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald tritt Ende Januar in den Ruhestand

WA vom 24.01.2009