Spielend Sprache fördern

Landesvorentscheid zur Deutsch-Olympiade in Aula der Ebert-Realschule Märkisches Gymnasium und Parkschule verpassen Sprung ins FinaleEiner von zwei Landesvorentscheiden zur Deutsch-Olympiade fand gestern in der Aula der Friedrich-Ebert-Realschule statt. Ausrichter war das Märkische Gymnasium. ■ Foto: Wiemer

HAMM-WESTEN ■ Das Märkische Gymnasium und die Parkschule haben es nicht ganz geschafft: Bei der Landesqualifikation zur Deutsch-Olympiade, die gestern Vormittag in der Aula der Friedrich-Ebert-Realschule stattfand, mussten sie in ihren Kategorien dem Albert-Magnus-Gymnasium Beckum und der Realschule Heepen aus Bielefeld den Vortritt lassen. Insgesamt sieben Gymnasien sowie drei Schulen aus der Kategorie „Hauptschule und Mittlerer Schulabschluss" waren am Start. Kurzfristig abgesagt hatte die Schule im Heithof (Hamm). Am Nachmittag stellten sich dann noch einmal elf Schulen der Jury. Am Ende hatten hier das Widukind-Gymnasium Enger und die Karla-Reveh-Gesamtschule - Hammer Schulen waren nicht am Start - die Nase vorn. Für die unterlegenen Schüler war dies jednch kein Grund, Trübsal zu blasen. Denn in einem schulinternen Wettbewerb hatten sich jeweils vier Neuntklässler gegen ihre Mitschüler durchgesetzt und die „Fahrkarte" zum Vorentscheid gewonnen.

Hier traten sie in fünf Disziplinen gegen die anderen Schulsieger an: Reimen, Umschreiben, Erzählen, Erklären und Darstellen. Pro Disziplin hatten die Schüler für die Vorbereitung und den Vortrag nur jeweils zwei Minuten Zeit. Wichtige Kriterien bei der Bewertung durch die Lehrer seien die Teamarbeit, die Sprache und die Originalität gewesen, erläuterte die stellvertretende Projektleiterin, Greta Wonneberger. Besonders viel Spaß bereitete den Schülern das Darstellen. Aus zwei Hauptfiguren (Architekt und Journalist) und einer Schlagzeile (Verbaut) mussten sie eine zu spielende Szene umschreiben. Fantasie war auch beim Erklären von Begriffen gefragt, die nicht im Wörterbuch stehen, die aber aus bekannten Wörtern zusammengesetzt sind. Als Beispiele nannte Wonneberger die Begriffe „Wolkentasche" und „Pudelzange". Wesentlich gängiger waren die zehn Wörter, die jeweils drei Teammitglieder mit einem vollständigen Satz umschreiben mussten. Aufgabe des vierten Schülers war es, das gesuchte Wort zu benennen. Diese und die anderen Disziplinen förderten vor allem die Sprachkompetenz sowie die Teamfähigkeit, erklärte Wonneberger. Und die Schüler seien mit großer Begeisterung dabei gewesen. Das traf am Ende vor allem auf die vier Teams zu, die sich in Hamm für das Landesfinale am 9. März in Düsseldorf qualifizieren konnte. Eine weitere Qualifikationsrunde findet heute in Duisburg statt. Nur der Landessieger in jeder Kategorie fährt zur Bundesqualifikation, die in vier Regionen (Nord, Ost, Süd und West) aufgeteilt ist. Und die Sieger hiervon fahren zum Bundesfinale nach Berlin. ■ stg

Die Deutsch-Olympiade

Bundesweit mehr als 44000 Schüler aus 597 Schulen haben in den vergangenen Monaten beim Schülerwettbewerb Deutsch-Olympiade trainiert. Ausgerichtet wird sie von der Initiative Deutsche Sprache. Träger sind die Hertie-Stiftung und das Goethe-Institut, Partner die Heinz-Nixdorf-Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler. Unterstützt wird der Wettbewerb, dessen Inhalte sich eng an den Bildungsstandards für das Fach Deutsch orientieren, von der Kultusministerkonferenz der Bundesländer. ■ stg

 WA vom 27.01.2009