Abschied vom Westen

Der stellvertretende Schulleiter, Winfried Bungter, verlässt das MGH
Er bleibt für die Gütesiegel-Kommission der Bezirksregierung im Einsatz

27.01.09.aDr, Hanns Michael Semiewald (links) verabschiedet am MGH seinen Stellvertreter, Winfried Bungter. ■ Foto: Wiemer

HAMM-WESTEN ■ Fast 40 Jahre stand er im Schuldienst. Gestern wurde Winfried Bungter, stellvertretender Leiter des Märkischen Gymnasiums (MGH), von Kollegen, Eltern, Schülern sowie von Vertretern der Stadt in den Ruhestand verabschiedet. Über 25 Jahre hat der gebürtige Mönchengladbacher, der in Kamen lebt, am MGH unterrichtet. Zunächst sei er hier von 1973 bis 1985 und dann wieder seit 1994 tätig gewesen. Zwischenzeitlich habe er als stellvertretender Schulleiter an einem Gymnasium in Hagen gearbeitet, so Bungter. Besonders die ersten Jahre hätten ihn geprägt. „Die Schule war damals neu im Hammer Westen." Er habe sich sogar noch am ehemaligen Standort an der Hohen Straße (heutige Volkshochschule) vorstellen müssen, erinnert er sich.

Was viele nicht wissen: Ursprünglich wollte der Pädagoge, der in Münster und Freiburg Erziehungswissenschaften und Deutsch studiert hat, Priester werden. Er habe mehrere Semester katholische Theologie studiert. Dann habe er sich aber doch anders entschieden. Als künftiger Ruheständler wird Winfried Bungter den Schulen verbunden bleiben und für die Gütesiegel-Kommission der Bezirksregierung Arnsberg im Einsatz sein. Außerdem wolle er sich verstärkt um seinen Garten kümmern und mit seiner Frau viele Bildungsreisen unternehmen. „Unter anderem nach Andalusien, Irland und Schottland." Und auch wenn er sich auf seinen Ruhestand freue: Das Märkische Gymnasium und die Menschen im Hammer Westen werde er vermissen, so Bungter. Er würde daher gerne mit der Region in Verbindung bleiben. Mit Winfried Bungter verlässt ein überaus geschätzter Kollege die Schule. Das wurde gestern bei den Reden der Schüler-, Eltern-und Lehrervertreter deutlich. Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald bedankte sich bei seinem Stellvertreter, der an vielen Stellen seine Spuren hinterlassen habe. Als Beispiele nannte er das Esso-Projekt, die Integration der Seiteneinsteiger und die Begabtenförderung. „Die Erfolge des Märkischen Gymnasiums sind auch ein Produkt deines Handelns", so Sennewald. Ins gleiche Horn stieß Schuldezernent Jörg Hegemann, der auch die „hervorragende Zusammenarbeit" mit der Schule herausstellte. Vertreter der Lehrer und Eltern lobten Winfried Bungter als ausgeglichenen und verlässlichen Kollegen, der vor allem viel Wert auf die Menschlichkeit gelegt habe. Auch bei den Schülern sei er dank seiner humorvollen und gelassenen Art sehr beliebt gewesen, befand Schülervertreter Fridolin Zinke. Der scheidende Pädagoge seinerseits bedankte sich bei allen, die ihn in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt hätten. Neben Winfried Bungter verabschiedeten sich gestern auch Annette Tillmanns - sie wechselt als stellvertretende Leiterin an eine Dortmunder Schule - sowie Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald vom Kollegium. Sennewalds offizieller Abschied findet morgen statt. ■ stg 

WA vom 27.01.2009