Neuer Direktor nicht vor Ostern

Der kommissarische MGH-Leiter Dr. Friedrich Mayer zur Zukunft der Schule

Dr. Friedrich Mayer (49) ist neuer stellvertretender Leiter des MGH. Da die Schulleiterstelle vakant ist, hat er die kommissarische Leitung übernommen.

HAMM-WESTEN Dr. Friedrich Mayer ist seit Anfang Februar kommissarischer Leiter des Märkischen Gymnasiums. Der 49-Jährige, der Mathematik, Physik und Pädagogik studiert hat, war zuvor sechseinhalb Jahre am Marie-Curie-Gymnasium in Bönen tätig. Weitere Stationen des Pädagogen, der in Dortmund wohnt, waren die Deutsche Schule in Istanbul, ein Privatgymnasium in der Schweiz sowie zwei Gesamtschulen. Mit dem 49-Jährigen sprach WA-Lokalredakteur Stefan Gehre.

Seit knapp drei Wochen sind Sie nun am Märkischen Gymnasium. Wie sind Ihre ersten Eindrücke?

Mayer: Ich habe eine Schule vorgefunden, die organisatorisch hervorragend funktioniert. Das hat mir meinen Einstieg erleichtert.

Dazu beigetragen hat sicher aber auch die erfreulich hohe Zahl von 147 Anmeldungen. Sind Sie überrascht, dass sich so viele Eltern angehender Fünftklässler für den gebundenen Ganztag entschieden haben?

Mayer: Eigentlich nicht. Ich hatte schon damit gerechnet, dass wir im Vergleich zu den vergangenen Jahren um die Stärke einer Klasse zulegen werden. Alles andere wäre für mich eine Enttäuschung gewesen.

Der Ganztagsbetrieb, der geplante Anbau sowie das Kennenlernen der Kollegen, Eltern und Schüler: Wie arbeitsreich waren die ersten drei Wochen am MGH für Sie?

Mayer: Der Ganztag ist schon auf den Weg gebracht. Daher musste ich mich darum kaum kümmern. Anders war dies beim geplanten Anbau. Zusammen mit Vertretern der Stadt und der beteiligten Schulen habe ich mir die Mensa der Falkschule in Herringen angeschaut und Anregungen geholt. So ähnlich könnten auch die Mensa und das Forum fürs Märkische Gymnasium, die Friedrich-Ebert-Realschule und das Elisabeth-Lüders-Kolleg aussehen, natürlich um einiges größer. Mit dem Anbau soll auch ein Kulturzentrum für den HammerWesten geschaffen werden. Einig waren wir uns alle darin, dass die Wege für die Schüler nicht allzu lang sein dürfen.

Noch ist nicht geklärt, wer die Nachfolge von Schulleiter Dr. Hanns-Michael Sennewald antreten wird. Wie sieht es aktuell aus?

Mayer: Das Verfahren läuft. Ich glaube aber nicht, dass wir den Nachfolger oder die Nachfolgerin noch vor den Osterferien präsentieren können. Wahrscheinlicher ist ein Termin zum Ende dieses Schuljahres.

Ganztag und Anbau einmal außen vor: Welche weiteren Ziele verfolgen Sie am Märkischen Gymnasium?

Mayer: Besonders wichtig ist mir, dass Schüler, Lehrer und Eltern respektvoll miteinander umgehen. Darauf möchte ich auf jeden Fall hinwirken.

 WA vom 21.02.2009