Regierung und Notenbank

Das Märkische Gymnasium nimmt am „Planspiel Wirtschaft“ teil - Die Schüler lernen ökonomische Zusammenhänge spielerisch kennen

25.02.10Wirtschaftspolitik im Unterricht: Am Märkischen Gymnasium spielten die Schüler Regierung und Notenbank. Foto: ■ Szkudlarek

HAMM-WESTEN ■ Wie bekämpft man eine Rezession? Sollen die Staatsausgaben steigen und der Einkommenssteuersatz sinken? Welche Rolle spielt der Leitzins? Welche die Einfuhrzölle? Vor den Fragen, die sich Wirtschaftspolitiker und Notenbanker stellen, standen jetzt auch 38 Schüler des Märkischen Gymnasiums (MGH). Sie nahmen am Planspiel „Wirtschaftspolitik“ der Bundeszentrale für politische Bildung teil. Es fand zum ersten Mal an der Schule statt.
Der Förderverein hatte dem MGH die Teilnahme an dem Spiel ermöglicht. Den Schülern sollte so ein spielerischer Zugang zu vermeintlich trockenen Themen ermöglicht werden. Die Spieler verkörperten dabei – jeweils im Team – die Regierung und die Notenbank einer europäischen Volkswirtschaft, die dem marktwirtschaftlichen Prinzip der Bundesrepublik Deutschland entspricht.


Die Wirtschaft des gespielten Landes – so die Grundannahme – verzeichnet eine längere, ausgeprägte Rezessionsphase. Die Stagnation geht einher mit einer deutlichen Inflationsrate. Es liegt somit eine „Stagflation“ vor, wie in vielen Industrieländern in den 1980er Jahren. Die Teams sollen im Spiel Prozess- und Konjunkturpolitik betreiben und das Land zu befriedigenden wirtschaftlichen Verhältnissen zurückführen.
Zusätzlicher Problemdruck für die Regierungs-Teams entstand im Spiel dadurch, dass laut Vorgabe eine Koalition mit einem kleinen Partner bestand. Der machte – so der Entwurf der Bundeszentrale – seine Regierungsbeteiligung vom „politischen Stimmungsbarometer“ abhängig. Schwierig machte das Regieren auch ein zurückzuzahlender Devisenkredit des Internationalen Währungsfonds.
Eine Computersimulation zeigte den Schülern die Folgen ihrer Entscheidungen. Wirtschaftspolitisch wurde intensiv diskutiert. ■

WA vom 25.02.2010