Schule und Wirtschaft

Märkisches Gymnasium und Volksbank Hamm unterzeichnen Kooperationsvereinbarung
Verstärkte Berufsorientierung und Vermittlung von Schlüsselqualifikationen

16.12.10Ursula Möhrle (Märkisches Gymnasium) und Volker Kraft (Volksbank Hamm) beim Unterzeichnen der Kooperationsvereinbarung. ■ Foto: Mroß

HAMM-WESTEN ■ Im Beisein von Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern haben Ursula Möhrle, Leiterin des Märkischen Gymnasiums, und Jürgen Kraft, Vorstandsmitglied bei der Volksbank Hamm, eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Initiiert von der IHK zu Dortmund und dem Jobcenter, gleicht sie einer Lernpatenschaft mit dem Ziel des beiderseitigen Austauschs und der gemeinsamen Arbeit. „Davon sollen Volksbank und Schule profitieren“, sagte Möhrle. Konkret wird es um die Bereiche Berufsorientierung, Unterricht, Schulentwicklung und Außenwirkung sowie um das soziale Umfeld gehen.

Teilweise gibt es bereits gemeinsame Aktivitäten wie ein Seminar zum Thema „Umgang mit Geld“. Dank der Kooperation könnten sie aber vertieft und ergänzt werden, so Möhrle. Durch die praxisnahe Gestaltung des Unterrichts sollten Schlüsselqualifikationen stärker in den Blick geraten, meinte die Schulleiterin und machte dies an zwei Beispielen deutlich. So könnte ein Mitarbeiter der Volksbank in den Unterricht der Sekundarstufe 1 kommen und über Handyverträge und ihre möglichen Langzeitfolgen sprechen. „Nämlich Einträge bei der Schufa.“ Und den Schülern der Sekundarstufe 2 könnte die Situation des Euro anhand der Rettungspakete für Irland und Griechenland erläutert werden. Denkbar sei eine solche Vernetzung von Schule und Wirtschaft jahrgangsstufenübergreifend in den Fachbereichen Mathematik, Sozialwissenschaften, Politik, Religion/Philosophie und Englisch. Was die Berufsorientierung betrifft, so können die Schüler des „Märkischen“ Berufsbilder an Ort und Stelle oder durch den Besuch von Experten im Unterricht kennenlernen. Auch können sie durch Module wie Praktika oder Bewerbungstraining aktiv auf die Anforderungen der Wirtschaft vorbereitet werden. „Es war übrigens interessant zu erfahren, dass die meisten Lehrlinge der Volksbank, die das Abitur haben, vom Märkischen Gymnasium kommen“, so Möhrle. Dies dürfte ein Grund dafür gewesen sein, dass sich das Geldinstitut das MGH als Kooperationspartner ausgesucht hat. Außerdem bietet das Gymnasium als Stadtteilschule für den Westen mit seinen vielsprachigen Schülern ein Potenzial, welches „auch für die Volksbank Hamm interessant sein könnte“. ■ stg 

WA vom 16.12.2010