Ins Finale gestritten

Christian Kötter ist beim Regionalfinale von „Jugend debattiert" dabei. Insgesamt nahmen sechs Schüler aus Hamm an dem Vorentscheid teil.

22.02.2011Teilnehmer bei Jugend debattiert (von links): Franziska Sandkühler und Caroline Kötter vom Märkischen Gymnasium Hamm sowie Niklas Oberhagemann und Ojeny Terosian vom Gymnasium Schloss Overhagen in Lippstadt ■ .Fotos: Rother

HAMM ■ Der 15-jährige Christian Kötter vom Märkischen Gymnasium hat sich für die Finaldebatte von „Jugend debattiert“ am kommenden Mittwoch im Märkischen Gymnasium qualifiziert. Insgesamt 20 Schüler aus Hamm, Gevelsberg, Iserlohn und Lippstadt kämpften gestern beim Regionalverbundwettbewerb im Märkischen Gymnasium nach allen Regeln der Kunst um die acht begehrten Plätze für das Regionalfinale.

„Für die Sieger der Debatten am kommenden Mittwoch geht es Anfang April zum Landeswettbewerb nach Oberhausen“, erklärte die Regionalkoordinatorin für „Jugend debattiert“, Claudia Carbone. Dort treffen dann die besten Nachwuchs-Dabattanten aus ganz NRW aufeinander. Neben Christian Kötter hatte das Märkische Gymnasium mit Vanessa Dziedzic, Caroline Kötter und Franziska Sandkühler gleich vier Schüler ins Rennen geschickt. Die Konrad-Adenauer-Realschule war durch Lisa-Marie Beier und Judith Treppenhauer vertreten. Vor einer dreiköpfigen Jury – bestehend aus Lehrern, Schülern – mussten die Jugendlichen der Sekundarstufen I und II in jeweils zwei Debatten zu verschiedenen Themen, wie beispielsweise dem Verbot von Schusswaffen in Privathaushalten oder der verpflichtenden Einführung von Erste-Hilfe-Kursen ab der achten Klasse, Streitgespräche führen. Dabei achtete die Jury auf die Sachkenntnis, das Ausdrucksvermögen, die Gesprächsfähigkeit und die Überzeugungskraft der Nachwuchs-Debattanten. „Vier Schüler treten jeweils in einem 24-minütigen Streitgespräch gegeneinander an, wobei jeweils zwei der Teilnehmer die Pro- und zwei die Contra-Position vertreten“, so Carbone. Dabei sei die Redezeit für das Eröffnungsstatement, das Streitgespräch und das Schlusswort der Jugendlichen genau vorgegeben. Die zu debattierenden Themen seien durch das Stiftungskonsortium, das den Wettbewerb in Kooperation mit den Kultusministerien der Länder unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ausrichtet, im Vorfeld ausgesucht worden. Die 16-jährige Judith Treppenhauer von der Konrad-Adenauer-Realschule war mit ihrem Auftritt gestern nicht zufrieden.„Bei meinem Statement blieb mir die Stimme weg, weil ich so nervös war,“ berichtete die Schülerin. Auch Caroline Kötter, die für das Märkische Gymnasium an den Start ging, war nach der Diskussionsrunde unzufrieden. „Als einzige Frau in der Runde hätte ich mich einfach besser durchsetzten müssen“, so die 17-Jährige. Ihr Bruder Christian hingegen überzeugte die Jury. Er wird sich am Mittwoch zwischen 11und 14 Uhr vor heimischer Kulisse wieder streiten. Dann geht es für ihn um die Frage, ob an Schulen in Deutschland außerhalb des Sprachunterrichts nur Deutsch gesprochen werden soll. ■ wes

WA vom 22.02.2011