Patenschaft für drei Bäume in Israel

Ursulinenrealschule in Werl zeichnet Dr. Hans-Jürgen Zacher aus. Lehrer des Märkischen Gymnasiums tritt für christlich-jüdischen Dialog ein.

02.02.2011HAMM-WESTEN/WERL ■ Eine besondere Ehre wurde jetzt einem Lehrer des Märkischen Gymnasiums zuteil: „Als besonderes Zeichen der Anerkennung und Dank für seine geleistete Arbeit im christlich-jüdischen Dialog und der Aufarbeitung der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Werl“ erhielt Dr. Hans-Jürgen Zacher von Vertretern der Ursulinenrealschule in seiner Heimatstadt Werl eine Urkunde über eine Baumpatenschaft für drei Bäume in Israel.

„Quer durch Israel zieht sich bereits ein buntes Band von Wäldern, Wasserreservoiren und vielen anderen Umweltprojekten des Jüdischen Nationalfonds“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Realschule, in der Zacher schon einige Male zu Gast war. Es sollten aber noch mehr werden, denn sie alle zeugen von der Freundschaft, von der Brücke zwischen Deutschland und Israel, Christen und Juden. „2011 ist ein ganz besonders Jahr“, knüpft der Pädagoge ohne Probleme ein Band zwischen Gegenwart und Vergangenheit. „Der Bau der Werler Synagoge jährt sich zum 200. Mal, die erste Verhaftung eines jüdischen Bürgers ist 75 Jahre her und das Ende der jüdischen Gemeinde jährt sich zum 70. Mal“, so Zacher, der schon einige Bücher verfasst hat. Bereits 1989 von der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit ausgezeichnet, freut es ihn sehr, erstmals auch von einer Schule geehrt worden zu sein. Der 1901 gegründete Jüdischen Nationalfonds – Keren Kayemeth LeIsrael – verfolgt mehrere Ziele: Die Aufforstung verbunden mit dem Anlegen von behindertengerechten Waldwegen, die Sicherung der Wasserwirtschaft durch den Bau von Wasserreservoiren, der Renaturierung von Flussläufen und dem Anlegen von Limanen, die Bodenvorbereitung für Gemeinden und für die Landwirtschaft, die Errichtung von Spiel-, Rast- und Picknickplätzen sowie die Bildung und Umwelterziehung mit Jugendaustausch.

WA vom 02.02.2011