Schüler als Sporthelfer

26 Neuntklässler des Märkischen Gymnasiums bekommen ihre Urkunde. Neues Angebot an Stadtteilschule – Einsatz für „Bewegte Pause".

26.01.2011Am Märkischen Gymnasium wurden 26 Schüler zu Sporthelfern ausgebildet. Einige von ihnen präsentierten jetzt die T-Shirts, an denen sie zu erkennen sind. ■ Foto: Szkudlarek

HAMM-WESTEN ■ Für die 26 Schülerinnen und Schüler aus dem Differenzierungskursus Bio/Sport der Jahrgangsstufe 9 des Märkischen Gymnasiums – die Leitung hatte Anne Holthues – war es ein großer Tag: Nachdem sie bereits Ende Dezember durch den Landessportbund als Sporthelfer zertifiziert worden waren, gab‘s jetzt die entsprechenden T-Shirts und Urkunden.

Schulleiterin Ursula Möhrle freute sich sehr über das Engagement der Jugendlichen. Mit Beginn des neuen Halbjahres Mitte Februar wollen sie ihren Teil dazu beitragen, dass sich die Schüler der Stadtteilschule für den Hammer Westen noch mehr bewegen. Ziel der Schule ist es, in den kommenden Jahren „einen ganz Sporthelfer-Pool“ aufzubauen. Man werde versuchen, das entsprechende Angebot immer in der Jahrgangsstufe 9 zu machen, so die Schulleiterin. Die Ausbildung zum Sporthelfer beinhaltete dabei nicht nur das Einstudieren von bestimmten Übungen. Die Jugendlichen hätten auch einiges über die Themen Gesundheit und Sicherheit sowie über den Aufbau des Körpers erfahren, schilderte Möhrle. Und sie wüssten zum Beispiel auch, welche Übungen bei bestimmten Beschwerden beziehungsweise Verletzungen nicht ausgeführt werden können. Doch damit allein war es nicht getan. Kleine und große Spiele, Trendsportarten, das Mitbestimmen und Mitgestalten in Schule und Verein sowie Kinder als Zielgruppe im Sport waren weitere Inhalte der Ausbildung zum Sporthelfer, die am MGH erstmals durchgeführt wurde. Darauf aufbauend können die Schüler auch einen Übungsleiterschein machen. Mit ihm können sie dann in den Vereinen arbeiten, was insbesondere Angelika Schulze als Vertreterin des Hammer Stadtsportbundes freute.
Zertifizierung durch Landessportbund
Als zertifizierte Sporthelfer dürfen die Neuntklässler künftig unter anderem Aufgaben bei der Planung, Mitbestimmung und Leitung außerunterrichtlicher Bewegungs-, Spiel- und Sportangebote übernehmen. Dazu gehört unter anderem die Betreuung von Turnieren. Außerdem könnten sie, so die Schulleiterin, im Bereich der Bundesjugendspiele am MGH und anderen Schulen tätig werden. Langfristig sei zudem der Einsatz im Ganztagsangebot geplant. Denn auch dort werde die Bewegung eine wichtige Rolle spielen, sagte sie. Dank der Sporthelfer wird es künftig aber auch möglich sein, dass die Pennäler im Rahmen der „Bewegten Pause“ bestimmte Sportgeräte ausleihen können, um in der Sporthalle zum Beispiel Völkerball oder Volleyball zu spielen. „Sie stellen dann die Aufsicht.“ Bislang sei dies nicht möglich gewesen, erklärte die Schulleiterin. ■ stg

WA vom 26.01.2011