Kooperation vereinbart

Stadtverwaltung Hamm und Märkisches Gymnasium intensivieren Zusammenarbeit

20.12.2012Roman Quenter, Schulleiterin Ursula Möhrle, Personalamtsleiterin Doris Bäumer und Schuldezernent Markus Kreuz (von links) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. - Foto: Szkudlarek

HAMM-WESTEN - Das Märkische Gymnasium und die Stadtverwaltung Hamm haben gestern eine feste und kontinuierliche Zusammenarbeit vereinbart und dies im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung schriftlich fixiert.

Ziel der Kooperation ist es, die Schüler im Berufswahlprozess zu unterstützen und auf Bewerbungsphasen vorzubereiten. Nach vier Realschulen, dem Beisenkamp-Gymnasium und dem Friedrich-List-Berufskolleg ist das MGH bereits die siebte Schule in Hamm, mit der die Stadtverwaltung - mit rund 2500 Mitarbeitern ist sie der größte Arbeitgeber in der Lippestadt - eng kooperieren wird. Dies kann auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden, wie der dem Vertrag angehängte Maßnahmenplan zeigt. Man wolle junge Menschen schon frühzeitig darüber informieren, wie abwechslungsreich und spannend eine Laufbahn in der Verwaltung sein kann, meinte Personalamtsleiterin Doris Bäumer. Neben der Ausbildung zum Verwaltungsfächangestellten hätten sie zum Beispiel auch die Möglichkeit, ein Duales Studium aufzunehmen. Es fände im Block statt. Im zweiten Teil könnten die Studierenden dann in der Stadtverwaltung praktische Erfahrungen sammeln. Man wolle daher Eltern und Schüler über das Berufsbild „Bachelor of Laws" und über die allgemeinen Anforderungen an Bewerber informieren. Zu der Kooperation gehören aber auch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen für Neuntklässler oder in den Ferien, Bewerbertrainings und Workshops. Letztere können zum Beispiel Themen wie die Verhaltens regeln im Umgang mit Unternehmen behandeln. Die Kooperation mit dem MGH kam übrigens nicht von ungefähr: Von dieser Schule gebe es jedes Jahr besonders viele Bewerbungen, sagte Ausbildungsleiter Roman Quenter. Aktuell sind bei der Stadtverwaltung Hamm rund 45 Azubis beschäftigt. Wie Quenter und Schuldezernent Markus Kreuz sagten, habe man ein großes Interesse daran, junge Leute in Hamm zu halten - auch mit Blick auf den sich abzeichnenden Fachkräftemangel. Man wolle ihnen vor Ort die Möglichkeit geben, sich beruflich weiterzuentwickeln und eine höhere Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Nach Ansicht von Schulleiterin Ursula Möhrle gibt es gerade an ihrer Schule einen großen Pool von geeigneten Kandidaten, was sie auch mit dem Migrationshintergrund vieler Schüler und der dadurch bedingten Mehrsprachigkeit begründete. Sie regte daher an, dass im Rahmen der Kooperation darüber nachgedacht werden sollte, ihnen auch Praktika zum Beispiel in Hamms Partnerstädten Afjon (Türkei) und Kalisz (Polen) anzubieten. Diesen Gedanken werde man, so Bäumer. auf jeden Fall aufgreifen. - stg

WA vom 20.12.2012