Lust auf Lösungen

Bereits zum dritten Mal trafen sich Schüler in der Hochschule Hamm-Lippstadt zum „Mathe-Zirkel"

081212Mathematik ist ihre Leidenschaft: Die Projektteilnehmer des „Mathe-Zirkels". ■ Foto: Szkudlarek

HAMM ■ Bereits 2um dritten Mal trafen sich zwölf Schüler in der Hochschule Hamm-Lippstadt zu einem so genannten „Mathe-Zirkel". Die Idee hinter einem Mathe-Zirkel ist recht simpel, verrät Florian Rösner, Mathematiklehrer am St.-Franziskus-Berufskolleg und Koordinator der Mathe-Olympiade in Hamm. 

„Es geht darum, kräftig Mathe zu betreiben und den Schülern eine Perspektive aufzuzeigen, was sie mit Mathematik im späteren Berufsleben anfangen können." Dieses Konzept brachte Christian Nyisztor, Mathematik- und Physik-Lehrer am Märkischen Gymnasium, nach Hamm. Der gebürtige Rumäne erklärt, dass diese Mathe-Zirkel in Rumänien gang und gäbe seien. In Hamm hätte es so etwas nicht gegeben und mit Florian Rösner hat er einen Partner gefunden, der seine Idee unterstützte. "Ich brachte die Idee mit und Herr Rösner kümmerte sich um die Organisation.", erklärt Nyisztor. Der erste Workshop des Mathe-Zirkel wurde in sechs Sitzungen gegliedert, bei denen die Schüler mit unterschiedlichsten mathematischen Problemstellungen konfrontiert werden. Mit der Hochschule konnten die Initiatoren einen Partner gewinnen, der nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte. In mehreren Sitzungen referiert Prof. Dr. Gabriele Wieczorek, Professorin für Industrielle Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie an der HSHL, über mathematische Lösungstrategien zu Grundlagen des modernen Risikomanagments. „Es war sehr erfrischend einen Vortrag vor Schülern zu halten, da sie wirklich Lust auf Mathe haben", sagte die Professorin. Die Schüler aus Hamm, die am MatheZirkel teilnehmen, sind Gymnasiasten der Klassen 9 bis 13. „Wir haben an jedem Gymnasium einen Schulkoordinator, der auf begabte Schüler zugeht und sie für den Mathe-Zirkel empfiehlt", berichtet Christian Nyisztor. Weitere Workshops des Mathe-Zirkels sind schon in Planung. „Es muss eine Gruppe geben, in der sich Mathe-begeisterte Schüler entfalten können", sagt Florian Rösner. Der zweite Workshop soll sich mit mathematischen Methoden und Lösungsstrategien beschäftigen, die im Bankwesen von Bedeutung sind. ■ cwi

WA vom 08.11.2012