Viele Spuren hinterlassen

Dr. Hans-Jürgen Zacher verlässt das MGH

070712HAMM-WESTEN - Uber 30 Jahre war das Märkische Gymnasium (MGH) sein zweites Zuhause. Hier unterrichtete Dr. Hans-Jürgen Zacher evangelische Religion. Politik und Sport. Mit dem letzten Schultag vor den Ferien begann für den gebürtigen Hammer, der in Hilbeck lebt, ein neuer Lebensabschnitt: Seit gestern befindet sich der 61-Jährige in der Altersteilzeit. An seiner Schule, aber auch in Hamm und darüber hinaus hat Zacher viele Spuren hinterlassen.

Mit Schülern des Märkischen Gymnasiums gewann er bei Wettbewerben des Landes (Schuljahre 1988/ 89 und 1989/90) der Westfälischen und Lippischen Landeskirche (1995 und 1996) sowie der Westfälischen Landeskirche (2002/03) erste Preise. In vielen Arbeiten ging es dabei um den christlich-jüdischen Dialog - ein Thema, das Zacher seit seinem Besuch als Zehnjähriger im Anne-Frank-Haus in Amsterdam nicht mehr losgelassen hat und das er gerne der Nachwelt erhalten möchte. "Mir war und ist es sehr wichtig, dass die Schüler selbst aktiv werden und wachsam vor neuem Rechtsradikalismus sind." So wie eben Dr. Hans-Jürgen Zacher, der in den vergangenen Jahren unter anderem die Geschichte der jüdischen Gemeinde Werl aufbereitet hat und der in seinen Veröffentlichungen auch von Einzelschicksalen (Vern) berichtet.

Für seine Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog bekam Zacher 2011 die Verdienstmedaille des Landes NRW, neun Jahre zuvor war er Ehrengast beim Neujahrsempfang des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau. Außerdem wurden für ihn in Israel vier Bäume gepflanzt.
Engagiert hat sich Zacher aber auch 20 Jahre bei den Hammer Hochschul tagen sowie bei der Woche der Brüderlichkeit Am MGH selbst war er zudem 23 Jahre Vertrauenslehrer. Als angehender Ruheständler plant Dr. Hans-Jürgen Zacher weitere Veröffentlichungen. Außerdem stehen Lesungen zu seinem Spezialgebiet an, unter anderem am 9. November in Dresden und am 14. November in Berlin.

WA vom 07.07.2012