Eine Schule mit Courage

Märkisches Gymnasium erhält eine Urkunde für sein Engagement gegen Rassismus

11.02.2012Die AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" nahm gemeinsam mit Schulleiterin Ursula Möhrle (zweite von links), Ulrike Hort-hoff (vierte von rechts), Jonas Hümmels (dritter von rechts) Urkunde und Plakette für ihr Engagement von Landeskoordinatorin Angelika Langenohl-Weyer (zweite von rechts) entgegen. ■ Foto: Zimmermann

HAMM-WESTEN ■ Das Märkische Gymnasium hat gestern eine Urkunde für seine Teilnahme am Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" erhalten.

Pate des Projekts ist Familie Hümmels. Sohn Mats Hümmels ist Spieler beim BVB. Die AG „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage", wurde vor rund sechs Monaten gegründet wurde. Seitdem sammelte sie am Märkischen Unterschriften von über 70 Prozent der Schüler und Lehrer, die sich damit verpflichteten, bei jeder Art von Diskriminierung aktiv einzugreifen. Damit wird das Märkische nun in das bundesweite Netzwerk der Schulen ohne Rassismus aufgenommen. Landeskoordinatorin für NRW Angelika Langenohl-Weyer, überreichte dem Märkischen gestern als 253. Schule in NRW Urkunde und Plakette. Die Unterschriftensammlung sei jedoch nur der Anfang des Weges. Jetzt müssten Aktionen folgen, mit denen das Engagement der Schüler öffentlich gemacht werde und die Jugendlichen auf dem Umgang mit Rassismus außerhalb der Schule vorbereitet werden. Ideen für solche Aktionen erhält die AG beim Landestreffen in Hattingen an diesem Wochenende, zu dem Metin Abdo, Emmanuel Thethika und Bascho Halil als Vertreter fahren. Als Paten für das Projekt am Märkischen Gymnasium konnte Familie Hummels aus München gewonnen werden. Neben den Eltern Hermann und Ulla HolthofT unterstützen auch die Söhne Mats Hümmels, Spieler beim BVB und Jonas, Spieler bei der Spielvereinigung Unterhaching, das Projekt. Mats Hummels konnte jedoch gestern auf Grund von Terminen nicht mit dabei sein. „Das wir mitmachen, war logisch und passte einfach", so Holthoff. Denn sie und ihr Mann haben einen persönlichen Bezug zu Hamm. "Wir stammen von hier und haben uns am Märkischen kennengelernt." Die Schule sei auch damals schon für ihre Integrationsarbeit bekannt gewesen. Konkrete Pläne für die Gestaltung der Patenschaft gebe es noch nicht. Sie könne sich aber durchaus vorstellen, dass die Söhne Mats und Jonas mal zum Fußballtraining ans Märkische kommen könnten. „Die Lebendigkeit der Patenschaft kann aber nur durch die Ideen der Schüler zustande kommen", so HolthofT. „An unserer Schule leben wir Toleranz", so Schulleiterin Ursula Möhrle. Sie betonte jedoch, dass Plakette und Urkunde nötig seien, um an Rassismus und Intoleranz in der Gesellschaft zu erinnern. „Und mit dieser Auszeichnung zeigen wir: Es geht eben auch anders." Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann lobte das Engagement der Schüler. „Mit der Aktion ist die Schule und auch die Stadt auf dem richtigen Weg zu einer Stadt der Zukunft und der Toleranz, die nur durch die aktive Abwendung von jeglicher Form von Diskriminierung möglich ist" In der Schule wird demnächst ein Schaukasten aufgestellt. Dort können sich die Schüler über das Projekt und die Arbeit der AG informieren. „Wir suchen auch noch weitere engagierte Mitglieder", sagt Lena Kemper aus der AG. ■ gei

WA vom 11.02.2012