Pizza und Pasta die Renner

Mensabetrieb im Schulzentrum West gestartet / Fünf Gerichte zur Auswahl

12:01.2012Besonders gefragt in der Mensa im Schulzentrum West war gestern die Bio-Pizza. Auch Schuldezernent Markus Kreuz und Schulleiterin Ursula Möhrle ließen es sich schmecken. ■ Foto: Rother

HAMM-WESTEN ■ Nur drei Tage nach dem Start des Mensabetriebs im Schulzentrum West zeichnet sich bereits eine Tendenz ab: Vor allem Pizza und Pasta stehen bei den Schülern des Märkischen Gymnasiums hoch im Kurs.

„Innerhalb von 45 Minuten haben wir am Mittwoch rund 150 Stück Bio-Pizza verkauft“, berichtet Klaus Richter, Geschäftsführer der Firma Rebional aus Herdecke, die die Mensa und die benachbarte Caféteria betreibt. Und den Pennälern scheint es auch zu schmecken. Das jedenfalls bestätigen sie gegenüber unserer Zeitung. „Echt lecker“, meint der eine und findet Zustimmung bei seinem Klassenkameraden. „Das sehe ich auch so. Das Essen ist sogar besser als in der alten Caféteria.“ Dass Pizza, Pasta, Salat und Co. bei den Schülern gut ankommen, zeigt aber auch ein Blick auf die Teewagen, auf denen sich das gebrauchte Geschirr stapelt. Hier befindet sich auch jeweils eine Box für die Essensreste. Sie bleiben an diesem Tag allerdings größtenteils leer. Jeden Tag können die Schü-ler aus fünf Gerichten wählen, darunter mindestens zwei vegetarische Speisen. Zum Standard gehören ein Salat- sowie ein Pasta-Büfett mit zwei täglich wechselnden Soßen. Hinzu kommen der Tagestipp sowie ein Gericht, das unter dem Motto „Gut und günstig“ läuft. „Wir achten sehr auf eine ausgewogene Ernährung“, schildert Richter. Frittierte Gerichte oder Geschmacksverstärker zum Beispiel seien tabu. Zudem gehöre zu jedem Gericht eine Gemüsekomponente, sei es als Beilage oder als Salat. Einige Gerichte wie Kartoffeln und Gemüse werden an Ort und Stelle zuberei¬tet, andere werden leicht vorgekocht angeliefert. Den Schülern scheintn es zu schmecken Es fällt auf, dass sich die Kinder und Jugendlichen sehr diszipliniert verhalten. Angesichts der mehreren hundert Schüler, die in der Kernzeit zwischen 12.30 und 14 Uhr in der Mensa essen, ist der Geräuschpegel relativ niedrig. Wie vereinbart, bringen sie ihre Teller und das Besteck auch zu den Teewagen. Und einige Schüler wischen sogar die Tische ab, an denen sie gerade gegessen haben. Das beobachtet auch Schuldezernent Markus Kreuz. Sein erster Eindruck vom Mensabetrieb sei überaus positiv, sagt er. Er sei davon überzeugt, dass sich der bargeldlose Zahlungsverkehr in ähnlichen Einrichtungen auf Dauer auch in Hamm durchsetzen wird. „Das Galilei-Gymnasium zum Beispiel wird ihn ebenfalls einführen“, kündigt er an. Die Bestellung beziehungs-weise die Abrechnung der Essen in der Mensa erfolgt über den Schülerausweis und das dortige Guthaben, ähnlich wie bei der Prepaid-Karte. Nicht nur, dass durch den Wegfall der Barzahlung die Schüler einiges an Zeit sparen. Auch aus hygienischen Gründen sei der bargeldlose Zahlungsverkehr von Vorteil, erklärt Richter. Bestellen können die Schüler ihr Essen im Internet oder am Terminal in der Caféteria, was allerdings 40 Cent teurer ist. Nach Angaben von Schulleiterin Ursula Möhrle ist der Anteil derer, die ihr Essen kurzfristig bestellen, noch relativ hoch. Man gehe aber davon aus, dass sich das in Kürze einspielen und der Anteil der Internet-Bestellungen zunehmen wird. Bis zur Vergabe der Halbjahreszeugnisse will das Märkische Gymnasium den Mensabetrieb beobachten und danach gegebenenfalls Anpassungen zum Beispiel hinsichtlich der Öffnungszeiten vornehmen. Aktuell hat sie von 11.30 bis 15 Uhr geöffnet. Die benachbarte Caféteria, in der es unter anderem warme Snacks, Obstsalat und Süßigkeiten gibt, öffnet bereits um 9 Uhr. Hier ist auch eine Bargeldzahlung möglich. Was den Betreiber besonders freut: Wachsender Beliebtheit erfreuen sich die Bio-Getränke, die hier neben den „normalen“ Getränken angeboten werden. Das ist auch ganz im Interesse der Schule, die ebenfalls viel Wert auf eine ausgewogene Ernährung legt. Was die Ganztagsschüler (Klassen 5 bis 7 ) betrifft, so wird hier klassenweise in der neuen Mensa gegessen. Einige Schüler brächten auch von zu Hause etwas mit, sagt Möhrle. Die Klassenlehrer könnten so gut verfolgen, wer möglicherweise gar nichts isst. Mittlerweile hat auch die benachbarte Friedrich-Ebert¬Realschule die für den Zahlungsverkehr erforderlichen Ausweise bestellt. Noch kein Gespräch hat es diesbezüglich zwischen dem Caterer und dem Berufskolleg gegeben. ■ stg

WA vom 12.01.2012