400 Essen warten auf Schüler

Mensabetrieb im Schulzentrum West startet am ersten Schultag im neuen Jahr

07.01.2012Der Computer bei der Essensausgabe zeigt Petra Honigmann an, welches Gericht Herbert Herden bestellt hat. • Foto: Rother

HAMM-WESTEN ■ Drei Tage vorm ersten Schultag im neuen Jahr herrscht in der Mensa und der Cafeteria des Schulzentrums West ein reger Betrieb: Mitarbeiter der Firma Rebional (Herdecke), die von der Stadt mit der Verpflegung betraut wurde, sind dabei, die letzten Vorbereitungen für den Start des Mensabetriebs zu treffen.

Da wird geputzt, gespült und da werden die Geräte auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft - schließlich soll am Montag alles reibungslos ablaufen. Dass es dabei zu Anlauf-Schwierigkeiten kommen kann, ist allen bewusst. Denn schließlich betreten die Stadt und das Märkische Gymnasium mit der Mensa und ihrem bargeldlosen Zahlungsverkehr, der über die neuen Schülerausweise abgewickelt wird, Neuland. Mehr Erfahrung hat da schon die Firma Rebional. die zwei ähnliche Projekte im Raum Hamburg betreut. Allerdings sind es dort weniger Portionen, die ausgegeben werden. „Für Montag haben wir erst einmal 400 Essen bestellt", berichtet Petra Honigmann, Assistentin der Geschäftsführung. Später, wenn dann auch das benachbarte Berufskolleg und die Realschule hinzukommen, strebe man bis zu 1000 Essen an. Aber noch ist das Zukunftsmusik. Die Zahl von zunächst einmal 400 Essen hält Ursula Möhrle, Leiterin des Märkisehen Gymnasiums, für realistisch. Über den Cafeteria-Verein seien bislang täglich rund 260 Essen für die Ganztagsschüler abgewickelt worden. „Aber auch die anderen Jahrgangsstufen können künftig in der Mensa essen, erklärt sie. Bestellt werden können die Essen im Internet oder - für Kurzentschlossene - über ein Terminal in der Cafeteria, was allerdings 40 Cent mehr kostet Die Schüler geben entweder ihren Benutzernamen/ Passwort ein (Internet) oder ziehen ihren Schülerausweis über einen Scanner (Terminal). In beiden Fällen erscheint ein Menüplan, auf dem auch der Name des Bestellers und sein Guthaben zu sehen sind. Je nachdem, welches Gericht ausgewählt wird, verringert sich dieses dann. Mit dem Schülerausweis gehen die Schüler dann zu einer der beiden Essensausgaben, wo die Karten per Computer gelesen werden. „So wissen wir, was der Betreffende bestellt hat", beschreibt Petra Honigmann. Wählen können die Schüler aus mehreren Gerichten. Neben dem "Tipp des Tages" und einem „Gut und Günstig-Angebot" gibt es auch ein Pasta- und ein Salatbuffet sowie ein Dessert. „Die Salate und die Backwaren liefern uns Firmen aus Hamm", so die Mitarbeiterin. Dieser regionale Gedanke sei neben der gesunden Ernährung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensphilosophie. „Bei unseren Gerichten verzichten wir zum Beispiel auf Pommes, dicke Käsebrötchen mit Remoulade und Geschmacksverstärker." Auch an Vegetarier oder muslimische Schüler, die kein Schweinefleisch essen, sei gedacht. Kostenlos gebe es für alle Nutzer der Mensa Wasser mit und ohne Kohlensäure. Andere Getränke seien in der Cafeteria erhältlich und müssten natürlich bezahlt werden. Insgesamt kümmern sich acht Kräfte um den Betrieb. Bis zu vier sind für die Essensausgabe zuständig. Ein Mitarbeiter steht in der Cafeteria, die anderen wirbeln im Hintergrund und müssen unter anderem spülen. Speisen wie Salate werden an Ort und Stelle zubereitet. Andere Gerichte werden nach einem bestimmten Verfahren in Herdecke vorgekocht, werden dann nach Hamm transportiert und hier zu Ende gegart. So soll es dann auch am 9.Januar sein, wenn der Mensabetrieb endlich startet. ■ stg Mit ihrem Schülerausweis haben die Schüler einen Benutzernamen und ein persönliches Kennwort erhalten. Mit diesen können sie sich auf der Internetseite https://sz-hammwest.gw-menue.eu/ anmelden, den Menü-Plan einsehen und das Essen bestellen.

WA vom 07.01.2012