Schulhof des Märkischen wird umgestaltet

HAMM-WESTEN ▪ Es ist ein ehrgeiziges Ziel, welches sich das Märkische Gymnasium gesetzt hat: Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll der Schulhof in mehreren Abschnitten umgestaltet werden. Finanziert werden soll das Projekt – die genaue Summe steht noch nicht fest – durch den Schuletat, den Förderverein, Sponsorenläufe, andere Sponsoren sowie durch Waffelverkäufe.

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 Um die Maßnahme voranzutreiben, wurde mit Beginn des Halbjahres eine AG Schulhofgestaltung gebildet, die sich aus 26 Schülern der Jahrgangsstufe 8 zusammensetzt und die mit der Fachhochschule Dortmund, Fachbereich Architektur, kooperiert. Eine beratende Funktion hat zudem die Abteilung Grünflächen im Tiefbauamt der Stadt Hamm übernommen – sehr zur Freude von Schulleiterin Ursula Möhrle und ihrer Kolleginnen Dr. Margarete Langenstroth (Biologie) und Ulrike Jost-Westendorf (Kunst), die die AG leiten.

Deren Aufgabe war es zunächst, Informationen über das Schulgelände zu sammeln und diese mit weiteren Daten des städtischen Katasteramtes an die FH weiterzuleiten, genauer gesagt an Prof. Dr. Helmut Hachul (Dekan), Prof. Ralf Dietz (Professor, Prodekan) sowie an Guido Kollert (Architekturmodell, Holz- und Metallbauwerkstatt). Auf Grundlage der Daten wurde ein maßstabsgetreues Modell vom Schulgelände samt Schulhof gebaut, das bei den weiteren Planungen eine wichtige Rolle spielen wird. Dank herausnehmbarer Platten könnten hier verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten durchgespielt werden, meinte Langenstroth, in deren AG sich vor allem die Fachbereiche Biologie und Kunst wiederfinden.

An Ideen mangelt es den Schülern jedenfalls nicht. So plädieren vor allem die Mädchen für mehr Sitzmöglichkeiten auf dem Schulhof, während sich die Jungs ein eingezäuntes Fußballfeld wünschen. Letzteres ist aber noch Zukunftsmusik und hängt vor allem davon ab, wie viel Geld insgesamt zur Verfügung steht. Das trifft auch auf neue Spielgeräte zu.

Konkreter sind da schon einige andere Maßnahmen, mit deren Umsetzung im Sommer begonnen werden soll. Da wäre zum Beispiel die Wand der Märkischen Sporthalle, die farblich gestaltet werden soll. Dort gibt es zwar jetzt schon ein aufgemaltes Tor, das aber mittlerweile nur noch schwer zu erkennen ist. Man wolle es, so Möhrle, neu aufmalen und um ein zweites Tor ergänzen „Dadurch kann hier künftig eine zweite Gruppe Fußball spielen." Darüber hinaus sei angedacht, das bislang als Parkplatz genutzte Basketballfeld zu reaktivieren. „Bedingt durch G 8 werden künftig weniger Autos an unserer Schule parken", so Möhrle.

Darüber hinaus hat die AG, die als erste Maßnahme bereits den Zaun zur Friedrich-Ebert-Realschule begrünt hat, weitere Maßnahmen ins Auge gefasst. Die beiden grünen Klassenzimmer müssten, so Jost-Westendorf weiter, ausgebessert beziehungsweise um Bänke und Tische ergänzt werden. Denkbar sei es auch, Sträucher und Weiden auf dem Schulhof so zu binden, dass dort kleine Nischen zum Chillen entstehen. Auch an eine Schulhofbemalung für sportliche Zwecke sei gedacht. Dafür benötige man allerdings noch eine Genehmigung. „Zudem haben wir festgestellt, dass ein Fahrradständer über ist. Den wollen wir entfernen."

Daneben gibt es aber noch weitere Ideen, wie der Schulhof attraktiver gestaltet werden kann. Jede Maßnahme werde man festhalten und auf dem Modell verewigen – so auch die große Platane, die voraussichtlich noch in diesem Jahr mitten auf dem unteren Schulhof Richtung Mensa gepflanzt und die mit einer Rundbank umgeben werden soll. „Der Baum liegt mir besonders am Herzen", würde sich Schulleiterin Möhrle freuen, wenn es damit tatsächlich noch in 2012 klappt. ▪ stg

Quelle: WA vom 26.042013